Gesetzliche Arbeitszeit: Bei der Arbeit in Deutschland klar geregelt

Das Wichtigste zur Arbeitszeit zusammengefasst:

Was zählt zur Arbeitszeit?

Normalerweise gilt der Zeitraum zwischen Beginn und Ende der Arbeit als Arbeitszeit. Dem Arbeitsrecht zufolge müssen Pausenzeiten abgezogen werden, da sie nicht dazuzählen.

Woher weiß ich, an welche Arbeitszeit ich mich halten muss?

Die Vorschriften zur Arbeitszeit sind in der Regel im Arbeitsvertrag festgehalten. Die übliche Arbeitszeit beträgt maximal acht Stunden am Tag.

Was gilt an Feiertagen oder am Wochenende?

Infos zur Arbeitszeit am Wochenende oder an Feiertagen erhalten Sie hier.

Uneinigkeit in Bezug auf die Arbeitszeit führt in deutschen Unternehmen immer wieder zu Problemen zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten. Es gilt: In Bezug auf Arbeitszeit, Pausen, Nachtarbeit sowie Sonntags- und Feiertagsarbeit ist das Arbeitszeitgesetz zu beachten.

Arbeitszeiten und Ruhezeiten müssen im Verhältnis stehen

Verschiedene Arbeitszeitmodelle kommen in deutschen Unternehmen zur Anwendung. Viele Arbeitnehmer besitzen einen Vollzeitjob, wodurch Sie mindestens 40 Stunden pro Woche arbeiten. Auch eine Teilzeitbeschäftigung mit wöchentlichen 30 Stunden wird vielerorts angeboten. Dazu kommen Minijobs und Stellen, welche flexible Arbeitszeitplanungen ermöglichen.

Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) sorgt dafür, dass Arbeitszeit jedem Arbeitnehmer nur insofern zugemutet wird, wie es aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht zulässig ist. Auch die eigentliche Definition zur Beschäftigungszeit findet sich im ArbZG wieder: Dabei handelt es sich um die Zeit von Arbeitsantritt bis zum Feierabend, abzüglich der Ruhepausen.
Die Antwort auf die Frage: "Was gehört zur Arbeitszeit?", liefert das Arbeitszeitgesetz.
Die Antwort auf die Frage: “Was gehört zur Arbeitszeit?”, liefert das Arbeitszeitgesetz.

Im Arbeitsrecht wird die Arbeitszeit, die bei einer Beschäftigung anfällt, für gewöhnlich vom Arbeitgeber im Arbeitsvertrag festgehalten. Damit Unternehmer jedoch nicht dazu tendieren, ihre Angestellten zu stark zu belasten, hat der Gesetzgeber klare Grenzen festgelegt.

So gibt § 3 ArbZG vor, dass die tägliche Arbeitszeit acht Stunden prinzipiell nicht überschreiten darf. Kommt es trotzdem zu Überschreitung, bis zu zehn Stunden pro Arbeitstag sind erlaubt, darf die durchschnittliche Beschäftigungszeit in sechs Monaten nicht mehr als acht Stunden betragen.

Neben der eigentlichen Arbeitszeit sind auch Pausen konkret geregelt. Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter spätestens nach sechs Stunden Arbeit eine 30-minütige Pause einlegen. Wer in der Woche Tage hat, an denen er mehr als neun Stunden arbeitet, ist sogar zu jeweils einer 45-minütigen Pause verpflichtet. Dazu kommt, dass Arbeitstage mindestens durch eine elfstündige Ruhezeit voneinander getrennt sein müssen.

Wochenenden und Feiertage

Arbeitszeiten in Deutschland können je nach Branche auch auf Sonntage oder Feiertage fallen. Auch diese Fälle sind genau im Arbeitszeitgesetz geregelt:

  • Arbeitgeber dürfen Beschäftigte nur in klar festgelegten Ausnahmefällen an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen beschäftigen.
  • Eine Ausnahmegenehmigung liegt beispielsweise für Feuerwehrmänner, Ärzte, Pflegepersonal, Rundfunkmitarbeiter und für Nachrichtensprecher vor.
  • Pro Jahr müssen für Arbeitnehmer mindestens 15 Sonntage beschäftigungsfrei sein.
  • Sonn- und Feiertagsarbeit ist innerhalb eines Zeitraums von acht Wochen durch Ersatzruhetage auszugleichen.

Nachtarbeit: Arbeit zu später Stunde

Klare Vorgaben zur Arbeitszeit: Auch eine Pausenregelung sollte im Arbeitsvertrag stehen.
Klare Vorgaben zur Arbeitszeit: Auch eine Pausenregelung sollte im Arbeitsvertrag stehen.

Ein Arbeitsvertrag, der die Arbeitszeit klar regelt, sollte auch Klauseln zur Nachtarbeit enthalten, wenn es die entsprech­ende Arbeitsposition erfordert. Die Grundlagen zu diesem arbeitsrechtlichen Aspekt lassen sich in § 6 ArbZG nachlesen.

Auch bei Nachtarbeit gelten die festgelegten Arbeitszeitgrenzen. Arbeitnehmer aus der Nachtarbeit besitzen darüber hinaus das Recht, sich in regelmäßigen Abständen arbeitsmedizinisch untersuchen zu lassen.

Die Arbeitgeber müssen dem Gesetz nach hierfür die Kosten komplett übernehmen.

In Bezug auf Nacht- oder Schichtarbeit sollten Arbeitssuchende ihre Rechte kennen: Sie müssen beispielsweise eine vorgelegte Stelle nicht annehmen, wenn diese zeitlich nicht mit der andauernden Erziehung von Kindern oder Pflege von Angehörigen vereinbar ist.

Bildnachweise: fotolia.com/jegg.de, fotolia.com/Fxquadro

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Gesetzliche Arbeitszeit: Bei der Arbeit in Deutschland klar geregelt
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Ein Kommentar

  • Schmidt I.

    Ich habe an der Maßnahme “Soziale Teilhabe” teilgenommen; Archivarbeit/Stadtverwaltung. Um uns Teilnehmer hat sich weder der Fachbereichsleiter/Stadtverwaltung noch der Projektleiter/Tochtergesellschaft der Stadt gekümmert. Wir bekamen keine Weiterbildungsmaßnahmen oder sonstiges. Auch war mehr Leerlauf gegeben, sodass sich mit Internet oder einfach nur Zeit absitzen beschäftigt wurde

    Ich bin gelernte Kauffrau, wegen den Kindern, beide chronisch erkrankt, konnte ich in diesem Bereich wenig Erfahrungen sammeln (mitunter Verkauf/Empfang gearbeitet; vor der Zeit meiner Kinder Kassenraum).
    Diese “fortlaufende” Arbeit im Archiv wird seit 2019 mit den nächsten Fördergelder 16i finanziert.
    Teilnehmer wurde in diese Maßnahme wieder übernommen (z. Teil schon aus der Bürgerarbeit), ich habe mich beschwert und wurde natürlich nicht übernommen.
    Beschwerde waren mitunter: ständige sexuelle Äußerungen, bis hin zur Aufforderung “ich könnte ruhig mal mit meinem Kollegen Sauna machen, das wäre ja nichts dabei, das machen hier alle auf dem Gang”-

    Das Jobcenter übt jetzt einen massiven Druck aus, obwohl ihnen die ganzen Verhältnisse bekannt sind. Das Jobcenter will mich mundtot machen. Es wurde gesagt, ich wäre dort nicht klargekommen, ganz einfach. Die Schuld wird auf mich gelegt. Ich war die einzige Frau dort.

    Das Jobcenter gab mir einen Vermittlungsvorschlag , in dem ich trotz Schlafstörungen nachts bis 23. 00 Uhr arbeiten soll. Auch gibt es um diese Zeit keine Busverbindung.
    Einen Vermittlungsgutschein bekomme ich nicht. Ich lehne Fördergelder in Zukunft ab. Trotzdem will man mich zu 16i zwingen.
    Mein Alter: 60 Jahre

    Vielen Dank
    Schmidt I.

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