Ausbildung: Ein Weg ins Berufsleben

Kurze Zusammenfassung zur Ausbildung

  1. Der Begriff “Ausbildung” beschreibt in den meisten Fällen die berufliche Ausbildung, bei der Lehrlinge zwischen zwei und dreieinhalb Jahren einen Beruf erlernen.
  2. Verschiedene Quellen helfen bei der Suche nach Ausbildungsstellen. Dazu gehören Zeitungen, Jobbörsen im Internet und Ausbildungsmessen.
  3. In einigen Fällen können Lehrlinge auch während der Ausbildung Hartz 4 beziehen.

Eine berufliche Ausbildung ermöglicht vielen Menschen die ersten Schritte im Berufsleben. Es ist jedoch nicht immer einfach, einen passenden Ausbildungsbetrieb zu finden. Oft ist es jedoch sinnvoll, sich die Unternehmen vor Ort anzusehen.

Ausbildung: Eine vielfältige Definition

Hinter dem Begriff der Ausbildung stecken viele mögliche Bedeutungen. Generell beschreibt der Terminus nämlich einen Zeitraum, in dem Wissen und Fertigkeiten vermittelt werden, und der bei erfolgreicher Abschlussprüfung einen Qualifikationsnachweis einbringt.

Diese generelle Definition passt zu verschiedenen Ausbildungstypen. Das betrifft mitunter die schulische Ausbildung, das Studium an einer Hochschule und die duale Ausbildung, die eine betriebliche Ausbildung beschreibt, welche mit dem Besuch einer Berufsschule kombiniert wird. Darüber hinaus existiert auch eine berufsbegleitende Ausbildung, welche denjenigen eine Weiterbildung ermöglicht, die bereits studiert haben und mitten im Arbeitsleben stecken.
Ausbildung mit Hauptschulabschluss, Abitur oder mittem im Beruf: Der Bewerbungszeitpunkt ist variabel.

Ausbildung mit Hauptschulabschluss, Abitur oder mittem im Beruf: Der Bewerbungszeitpunkt ist variabel.

Für gewöhnlich wird der allgemeine Begriff jedoch als Synonym zur dualen Berufsausbildung genutzt, welche zwei bis dreieinhalb Jahre dauert und auch in diesem Ratgeber besprochen wird. Häufig sehen sich Schulabgänger der Sekundarstufe I mit der Aufgabe konfrontiert, sich für einen Beruf zu entscheiden und folglich eine Bewerbung zur passenden Ausbildung zu verfassen.

Praktisch kann ein Ausbildungsbeginn aber in jedem Alter und in jeder Phase des Lebens angestrebt werden. Nicht wenige Abiturienten, die womöglich erst auf ein Studium aus waren, merken, dass sie genug haben von der theoretischen Wissensaneignung. Selbst Studenten, die unzufrieden mit ihrem Studiengang sind, entscheiden sich teilweise dazu, die Hochschule zu verlassen und praktische Berufe zu erlernen.

Welche Ausbildung ist die Richtige?

Unabhängig davon, ob nach dem Studium, nach der Schule oder nach fünf Jahren Berufstätigkeit eine Ausbildung angestrebt wird, stehen alle Betroffenen vor der Frage: “Welcher Ausbildungsberuf und welches Unternehmen passen zu mir?”

Dabei kommt es auch darauf an, ob Betroffene bereit sind, umzuziehen oder doch lieber einen Beruf in ihrer näheren Umgebung lernen wollen. Wer sich generell zu Stellen informieren will, kann sich auch beraten lassen, beispielsweise beim Arbeitsamt. Infos zur Ausbildung, auch für Hartz-4-Empfänger, bieten dort Berufsberater und Datenbanken.

Darüber hinaus helfen verschiedene Handlungen dabei, die passende Ausbildung zu finden. Es folgt eine Auswahl:

  • Prüfen Sie, welche Stärken Sie besitzen und welche privaten Interessen auf Berufe übertragbar sind. Das erhöht die Chance, dass Sie später mit Spaß auf der Arbeit dabei sind.
  • Sprechen Sie auch mit Personen in Ihrem Umfeld über Ihrer Perspektiven. Das ist gerade dann sinnvoll, wenn es einem selbst schwer fällt, die richtige Richtung zu finden.
  • Befragen Sie andere über ihre (ehemalige) Ausbildung. So erhalten Sie ein besseres Bild über bestimmte Berufszweige.
  • Fragen Sie sich auch, welchen Verdienst und welche Arbeitsbedingungen Sie sich wünschen. Danach können schon Stellen aussortiert werden.
  • Es ist auch hilfreich, sich über die Aufstiegs- und Weiterbildungschancen zu informieren, welche einzelne Berufe bieten. Die eigenen Karrierewünsche sollten in der jeweiligen Branche erfüllbar sein.

Eine Ausbildung suchen und sich dafür bewerben

Ausbildung und Studium können parallel ablaufen.

Ausbildung und Studium können parallel ablaufen.

Haben sich Betroffene erst einmal für einen Ausbildungsberuf entschieden, können sie theoretisch mit dem Schreiben von Bewerbungen beginnen. Doch dafür müssen zunächst passende Stellen ausfindig gemacht werden.

Dabei sollte lieber früh als spät mit der Suche nach vorhandenen Unternehmen begonnen werden. Wer schon ein Jahr vor Beginn der Wunschausbildung den Suchlauf startet, kann verhindern, dass zwischen der aktuellen Beschäftigung und dem Ausbildungsbeginn eine große Lücke entsteht, die im Lebenslauf negativ wirkt.

Die Suche nach einem Ausbildungsplatz erfolgt vor allem über verschiedene Medien. So bieten Zeitungen oft Seiten mit Stellenangeboten, die zu besonders bewerbungsintensiven Zeiten oft durch Extrabeilagen komplementiert werden. Jobbörsen im Internet erfüllen oft einen ähnlichen Zweck, bieten jedoch eine größere Reichweite. Ausbildungssuchende können nicht zuletzt Messen besuchen, auf denen Unternehmer für direkte Gespräche zur Verfügung stehen. Der Vorteil dabei: Bewerber können direkt einen positiven Eindruck hinterlassen.

Kristallisieren sich einige interessante Arbeitgeber für eine Ausbildung heraus, ist es oft sinnvoll, um einen Gesprächstermin direkt vor Ort zu bitten. Dabei bekommen Interessierte einen guten Eindruck vom jeweiligen Unternehmen und können entscheiden, ob Sie eine Bewerbung schreiben wollen. Denn schon dabei zeigt sich oft, wie die Arbeitsatmosphäre ist, wie die Mitarbeiter eingestellt sind und ob geltendes Arbeitsrecht ernstgenommen wird.

Liegt der definitive Entschluss vor, eine Bewerbung schreiben zu wollen, sollten Interessierte nicht vergessen: Zu jeder Ausbildung ist eine Bewerbungsfrist zu beachten. Oft ist es sinnvoll, sich spätestens in den Wintermonaten auf einen Ausbildungsplatz zu bewerben, der für ausgewählte Lehrlinge im darauffolgenden Jahr um August bis September herum startet. Das ist aber stark vom Ausbildungsberuf und dem jeweiligen Unternehmen abhängig.

Eine Ausbildung ohne Schulabschluss finden

Eine berufliche Ausbildung finden: Jobbörsen in Zeitungen sind eine mögliche Option.

Eine berufliche Ausbildung finden: Jobbörsen in Zeitungen sind eine mögliche Option.

Immer wieder Stellen sich Personen, die aus unterschiedlich­en Gründen keinen Schulabschluss erworben haben, die Frage:

“Kann ich auch ohne Abschluss einen Ausbildungsplatz finden?”

Tatsächlich kann sich jeder, unabhängig vom Bildungsstand, auf Ausbildungsplätze bewerben. Dabei erscheint es aber auch selbstverständlich, dass Unternehmer gerade bei hart umkämpften Stellen stark auf vorhandene Qualifikationen achten und eventuell aussieben.

Die Erfolgschancen sind in diesem Fall also geschmälert. Statistiken des Bundesinstituts für Berufsbildung zeigen aber, dass berufsvorbereitende Qualifizierungen oder ähnliche Grundbildungen dabei helfen, auch unter solchen Bedingungen einen begehrten Platz zu erhalten.

Bewerber haben also einige Möglichkeiten, um auch ohne Schulabschluss ihre Chancen zu erhöhen. Diese werden im Folgenden kurz erläutert:

  • Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen: Die Bundesagentur für Arbeit ermöglicht es, durch Förderkurse und Trainingseinheiten praktische Kenntnisse zu verbessern und verschiedene Branchen kennenzulernen.
  • Einstiegsqualifizierungen: Auch hier vermittelt die Bundesagentur für Arbeit und zwar direkt an Unternehmen. Potentielle Azubis erhalten die Möglichkeit, für sechs oder zwölf Monate in Betrieben aktiv zu werden und sich zu bewähren. Wer dabei einen guten Eindruck hinterlässt, erhöht seine Chancen auf eine Ausbildung drastisch.
  • Initiativbewerbungen: Einige Firmen können aufgrund von Azubi-Mangel oder Verständnis für bestimmte soziale Hintergründe auch Personen ohne Schulabschluss die Chance auf eine Ausbildung einräumen. In solchen Fällen sind Initiativbewerbung ein lohnenswerter Schritt.

Bildnachweise: fotolia.com/ArTo, fotolia.com/simoneminth, fotolia.com/zinkevych

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