GEZ-Befreiung bei Hartz 4

Kurze Zusammenfassung zum Thema GEZ-Befreiung bei Hartz 4

  1. Jeder Haushalt muss eine monatliche Pauschale von 17,50 Euro als Rundfunkbeitrag entrichten.
  2. Einige Personengruppen können einen Antrag auf Rundfunkbefreiung stellen, bspw. Hartz-4-Empfänger.
  3. Um sich als Bezieher von ALG 2 befreien zu lassen, ist dem GEZ-Befreiungsantrag eine Hartz-4-Bescheinigung beizulegen.
  4. Die GEZ-Befreiung wegen Hartz 4 sollte rechtzeitig beantragt werden, da der Rundfunkbeitrag nur für zwei Monate rückwirkend erstattet wird.

In Deutschland werden die Programme von ARD, ZDF und Deutschlandradio über den Rundfunkbeitrag der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) finanziert. Vor 2013 richtete sich seine Höhe danach, welche und wie viele Geräte eine Person im Haushalt besaß. Seit dem 1. Januar muss jeder Haushalt einen pauschalen Rundfunkbeitrag entrichten. Bei Hartz 4 muss die GEZ jedoch nicht bezahlt werden.

Höhe des Rundfunkbeitrags

Jeder Haushalt zahlt den Rundfunkbeitrag. Kann er Hartz-4-Empfängern erlassen werden?

Jeder Haushalt zahlt den Rundfunkbeitrag. Kann er Hartz-4-Empfängern erlassen werden?

Seit dem 1. Januar 2013 muss jeder Haushalt – außer bei einer GEZ-Befreiung, bspw. bei Hartz 4 – dieselbe Summe als Rundfunkbeitrag entrichten. Mittlerweile spielt es keine Rolle, welche, wie viele oder ob überhaupt Geräte im Einzelfall vorhanden sind. Jeder Haushalt bzw. Haushaltsgemeinschaft hat monatlich die Summe von 17,50 Euro zu zahlen.

Von der Pauschale profitieren natürlich die Haushalte in denen viele Geräte vorhanden sind, während sich jene, die keine oder nur wenige besitzen über die generelle Gebührenabgabe ärgern. Der Vorteil der Neuerung ist zweifellos der, dass nun lediglich ein Haushaltsmitglied bei der GEZ gemeldet sein muss.

Wer kann sich befreien lassen?

Auch wenn der Betrag auf den ersten Blick nicht sonderlich hoch erscheint, sind es jährlich doch 210 Euro, die, ob man will oder nicht, für die öffentlich-rechtlichen Programme entrichtet werden müssen. Deshalb haben manche Personen, die über wenig Geld verfügen, die Möglichkeit, sich von den Rundfunkbeiträgen befreien zu lassen.

Die Rundfunkgebühren können bspw. Hartz-4-, BAföG- und Sozialhilfeempfängern erlassen werden. Auch Blinde, Pflegebedürftige oder Asylbewerber zählen zu Gruppen, die sich aus sozialen Gründen befreien lassen können.

Antrag auf GEZ-Befreiung wegen Hartz 4

GEZ-Befreiung: Wer arbeitslos ist und ALG 2 bezieht, braucht keinen Rundfunkbeitrag bezahlen.

GEZ-Befreiung: Wer arbeitslos ist und ALG 2 bezieht, braucht keinen Rundfunkbeitrag bezahlen.

Da prinzipiell jeder Haushalt Rundfunkbeiträge zu zahlen hat, muss die Befreiung von der GEZ durch Hartz-4-Empfänger eigens beantragt werden. Wer den Antrag auf Rundfunkgebührenbefreiung wegen Hartz 4 stellen möchte, findet das entsprechende Formular entweder online über den Beitragsservice von ARD und ZDF oder in der jeweiligen Stadtverwaltung, meist der Abteilung für Wohnen und Soziales.

Benötigen Sie weitere Unterlagen für die Vorlage bei der GEZ, um wegen ALG-II-Bezug befreit zu werden? In der Tat müssen die Empfänger von Hartz 4 für die GEZ-Befreiung mit einem Nachweis des Jobcenters belegen, dass sie Arbeitslosengeld 2 erhalten und somit die Voraussetzungen für eine Befreiung erfüllen. In der Regel liegt dem Hartz-4-Bescheid gleich ein entsprechendes Blatt zur Vorlage bei der GEZ bei.

Wer sich wegen Hartz 4 von den Rundfunkgebühren befreien lassen möchte, schickt den ausgefüllten GEZ-Befreiungsantrag mit dem Hartz-4-Beleg an die im Formular angegebene Adresse. Die Dauer der Rundfunkbefreiung hängt vom Hartz-4-Bescheid ab. Dieser kann für ein halbes Jahr, aber auch für ein ganzes bewilligt werden.

GEZ: Kann die Hartz-4-Befreiung rückwirkend beantragt werden?

Eine rückwirkende GEZ-Befreiung ist bei Hartz 4 nicht in allen Fällen möglich. Befreit wird nur, wer den GEZ-Befreiungsantrag wegen Hartz 4 rechtzeitig stellt. Gesetzlich ist geregelt, dass eine nachträgliche Befreiung nur für die letzten beiden Monate möglich ist. Alles was darüber hinaus rückwirkend bewilligt wird, liegt in der Kulanz der Behörde.

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