Wann kann eine Kürzung vom Arbeitslosengeld 1 erfolgen?

Das Wichtigste zur Kürzung vom Arbeitslosengeld 1 zusammengefasst:

Kann das Arbeitslosengeld 1 gekürzt werden?

Ja. Grundsätzlich kann es zu einer Kürzung vom Arbeitslosengeld 1 kommen. Diese wird als Sperrzeit bezeichnet.

Welche Gründe führen zu einer Kürzung vom Arbeitslosengeld 1?

Welche Gründe zu einer Kürzung vom ALG 1 führen, können Sie hier ausführlich nachlesen.

Wie lange dauert die Sperrzeit?

Das kommt darauf an, warum eine Sperrzeit gegen Sie ausgesprochen wurde. Haben Sie sich zum Beispiel zu spät arbeitsuchend gemeldet, beträgt sie eine Woche. Die maximale Dauer der Sperrzeit ist auf zwölf Wochen festgelegt.

Das Arbeitslosengeld 1 soll eine Übergangslösung darstellen, bis ehemalige Arbeitnehmer eine neue Beschäftigung finden. Unterschiedliche Gründe können allerdings zu einer Kürzung vom Arbeitslosengeld 1 führen. Wann eine solche Sperrzeit ausgesprochen wird und wie lange Sie maximal dauern kann, erfahren Sie im nachfolgenden Ratgeber.

Kann Arbeitslosengeld 1 gekürzt werden?

Eine Kürzung vom Arbeitslosengeld-1-Anspruch ist möglich.
Eine Kürzung vom Arbeitslosengeld-1-Anspruch ist möglich.

Das ALG 1 ist eine Übergangsleistung für ehemalige Arbeitnehmer, die ihren Job verloren bzw. gekündigt haben. Es kann maximal für zwei Jahre bezogen werden.

Die Höhe richtet sich nach dem durchschnittlichen Verdienst des Betroffenen.

Allerdings kann die Agentur für Arbeit auch eine Kürzung vom Arbeitslosengeld 1 vornehmen. Diese Sperrzeit sorgt dafür, dass der Anspruch auf die Leistung für einen gewissen Zeitraum ruht. Es wird also nicht die Leistung an sich gekürzt, sondern die Bezugsdauer.

Wichtig: Gegen die Kürzung vom Arbeitslosengeld 1 können Sie einen Widerspruch einlegen, wenn Sie die Sperrfrist für unbegründet halten.

Wann kommt es zu einer ALG-1-Kürzung?

Die Kürzung vom ALG 1 kann unterschiedliche Gründe haben.
Die Kürzung vom ALG 1 kann unterschiedliche Gründe haben.

Das Arbeitslosengeld 1 kann gekürzt werden, wenn ein versicherungswidriges Verhalten vorliegt. In § 159 Absatz 1 Sozialgesetzbuch III (SGB III) ist geregelt, wann dies der Fall ist. Die Sperrzeit wird beispielsweise unter den nachfolgenden Voraussetzungen ausgesprochen:

  • Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses wurde selbst herbeigeführt.
  • Eine zumutbare Arbeitsstelle wurde abgelehnt.
  • Der Betroffene hat keine ausreichenden Eigenbemühungen nachgewiesen.
  • Eine berufliche Eingliederungsmaßnahme wurde abgelehnt.
  • Der Betroffene hat sich nicht rechtzeitig arbeitsuchend gemeldet.

Gut zu wissen: Sie müssen sich spätestens drei Monate vor Ablauf Ihres Arbeitsvertrags bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend melden. Erhalten Sie eine Kündigung, müssen Sie sich umgehend melden, wenn Sie keine Kürzung vom Arbeitslosengeld 1 riskieren wollen.

Wie lange ist die Kürzung vom Arbeitslosengeld 1 wirksam?

Wie lange die Sperrzeit ausfällt, hängt maßgeblich davon ab, für welche Verfehlung diese ausgesprochen wurde. Haben Sie Ihre Arbeit gekündigt, beträgt die Sperrzeit zwölf Wochen. In § 159 Absatz 3 ist geregelt, wann sich diese verkürzen kann:

Die Dauer der Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe beträgt zwölf Wochen. Sie verkürzt sich

1. auf drei Wochen, wenn das Arbeitsverhältnis innerhalb von sechs Wochen nach dem Ereignis, das die Sperrzeit begründet, ohne eine Sperrzeit geendet hätte,

2. auf sechs Wochen, wenn

a) das Arbeitsverhältnis innerhalb von zwölf Wochen nach dem Ereignis, das die Sperrzeit begründet, ohne eine Sperrzeit geendet hätte oder

b) eine Sperrzeit von zwölf Wochen für die arbeitslose Person nach den für den Eintritt der Sperrzeit maßgebenden Tatsachen eine besondere Härte bedeuten würde.

Wurde die Kürzung vom Arbeitslosengeld 1 aufgrund von unzureichenden Eigenbemühungen ausgesprochen, beträgt die Sperrzeit zwei Wochen. Bei einem Meldeversäumnis müssen Sie mit einer Woche rechnen.

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Quellen und weiterführende Links

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