Was ist die Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld 1?

Kurze Zusammenfassung zur Bemessungsgrundlage von Arbeitslosengeld 1

  • Das Arbeitslosengeld 1 (ALG 1) ist eine Versicherungsleistung für die in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt wurde.
  • Im Sozialgesetzbuch III (SGB III) ist festgeschrieben, wer, wann und wie lange Arbeitslosengeld 1 bezogen werden kann.
  • Die Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld orientiert sich am Einkommen des letzten Jahres.

Wie setzt sich die Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld zusammen?

Die Bemessungsgrundlage vom Arbeitslosengeld 1 sind die Beiträge in die Arbeitslosenversicherung.
Die Bemessungsgrundlage vom Arbeitslosengeld 1 sind die Beiträge in die Arbeitslosenversicherung.

Wenn das Ende einer Beschäftigung ansteht, folgt für manche die harte Phase der Arbeitslosigkeit. Schon bevor die Phase eintritt, sind viele Menschen verunsichert, welche Pflichte sie haben oder welche Ansprüche ihnen vom Gesetz her zustehen. Eine der zentralen Fragen bei diesem Thema ist: Was ist die Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld 1?

Das ALG 1 bemisst sich an den geleisteten Beiträgen, die immer einen gewissen Prozentsatz des sozialversicherungspflichtigen Einkommens ausmachen. Die Beiträge für die gesetzliche Arbeitslosenversicherung füttern den Versicherungstopf, aus dem dann die berechtigten Arbeitslosen ihr Versicherungsgeld beziehen.

Normalerweise wird die Frage nach der Höhe des ALG 1 mit 60% des letzten Nettoverdienstes beantwortet. Doch diese Angabe ist, wenn auch eine gute Orientierung, nicht zu 100 % präzise. Denn die Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld strukturiert sich nach mehreren Faktoren, die in die Berechnung des ALG 1 einfließen.

Die Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld

Zentraler Bezugspunkt für die Bemessungsgrundlage vom Arbeitslosengeld sind die sozialversicherungspflichtigen Einkünfte aus den letzten zwölf Monaten. Diese stellen den Kern der Formel dar, aus der sich das Arbeitslosengeld 1 berechnet. Doch wie sieht es mit den Sonderfällen aus?

Ist die Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld nach Altersteilzeit anders?

Viele Menschen fragen sich, bevor sie über die Altersteilzeit nachdenken, ob diese Auswirkung auf die Bemessungsgrundlage vom Arbeitslosengeld hat. Manche fürchten, noch vor dem Ruhestand entlassen zu werden oder das Arbeitsverhältnis anderweitig zu beenden, bevor eine abschlagfreie Rente bezogen werden kann, und dann wegen der Altersteilzeit nur einen geringeren Anspruch auf Arbeitslosengeld zu haben.

Durch die Reform des Rentensystems sind einige Lebensentwürfe, die auf der Altersteilzeit basieren, nicht mehr durchführbar. Sie scheiden noch vor dem Erreichen der Berechtigung auf eine abschlagfreie Rente aus der Arbeit aus und müssen dann nochmal in die Arbeitslosigkeit wechseln oder entgegen der Planung eine geringere Rente hinnehmen.
Auch die Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld nach Altersteilzeit bleibt die gleiche.
Auch die Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld nach Altersteilzeit bleibt die gleiche.

Diese Befürchtung ist nicht unbegründet. Denn unabhängig vom Alter oder der Ausprägung der letzten Beschäftigung wird die Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld auf Basis der sozialversicherungspflichtigen Einkünfte der letzten zwölf Monate gebildet. So haben Arbeitslose, die aus der Altersteilzeit kommen, nur wenige Einkünfte, die sie als Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld geltend machen können.

Welche Bemessungsgrundlage hat das Arbeitslosengeld nach Bezug von Krankengeld?

Da sich die Berechnung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld 1 auf die Beiträge der letzten zwölf Monate stützt, stellt sich die Frage, woran sich die Bemessungsgrundlage für das Arbeitslosengeld 1 nach langer Krankheit orientiert. Denn das Krankengeld ist bereits nur ein Anteil des regulären Gehalts. Wenn auf dessen Grundlage das Arbeitslosengeld berechnet würde, wäre das Arbeitslosengeld noch geringer.

Um eine solche Ungleichbehandlung zu verhindern, wird für die Bemessungsgrundlage des Arbeitslosengeldes bei Krankengeld die letzten zwölf Monate des regulären Gehalts herangezogen. Das heißt, dass die Zeit, in der Krankengeld von der Krankenversicherung bezogen wurde, bei der Berechnung außer Acht gelassen wird. So wird unterbunden, dass Menschen, die nach einer Krankheitsphase in die Arbeitslosigkeit geraten, noch weiter benachteiligt werden.

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