Grundsicherung: Leistungen zur Vermeidung von Armut

Kurze Zusammenfassung zur Grundsicherung

  1. Die Grundsicherung dient der Sicherstellung des Lebensunterhalts für bedürftige Menschen.
  2. Die Grundsicherungsleistungen gliedern sich in Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Hilfe zum Lebensunterhalt sowie in das Arbeitslosengeld II und das Sozialgeld.
  3. Bedürftigen Personen steht ein Regelsatz sowie Leistungen für eine angemessene Unterkunft und Heizung und ggf. ein Mehrbedarf zu. Zusätzlich können auch einmalige Leistungen in Anspruch genommen werden.

Weitere Informationen zur Grundsicherung:

Zur Sicherstellung des Lebensunterhalts und zur Vermeidung von Armut existiert in Deutschland die sogenannte Grundsicherung. Diese Sozialleistungen, die aus Steuergeldern finanziert werden, stellen die Mindestsicherung für Arbeitslose, Rentner sowie Erwerbsgeminderte dar.

Was bedeutet der Begriff “Grundsicherung”?

Was bedeutet Grundsicherung eigentlich? In unserem Ratgeber erfahren Sie mehr.

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Um Armut zu vermeiden, existieren in den meisten europäischen Staaten Grundsicherungssysteme. In Deutschland wird die Grundsicherung aus Steuergeldern finanziert. Die Sozialleistung steht dabei dem Sozialversicherungssystem gegenüber.

Gemäß Sozialgesetzbuch (SGB) gilt es zwischen der Grundsicherung nach dem SBG XII und der Arbeitslosenunterstützung nach dem SGB II zu unterscheiden. Zu den Grundsicherungsleistungen der Sozialhilfe nach SGB XII zählen

  • die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und
  • die Hilfe zum Lebensunterhalt.

Außerdem existiert die Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II. Dazu zählt

  • das Arbeitslosengeld II (Hartz 4) sowie
  • dazugehörend für Nichterwerbstätige (wie z. B. Kinder und Partner) das Sozialgeld.

Grundsicherung bei Erwerbsminderung und im Alter

Seit dem 1. Januar 2005 existiert in Deutschland gemäß SGB XII die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Personen, welche die Rentenaltersgrenze erreicht haben oder wegen einer Erwerbsminderung dauerhaft aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind und deshalb ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können, erhalten diese Sozialleistung.

Mit der Grundsicherung soll der grundlegende Bedarf für den Lebensunterhalt sichergestellt werden. Mit der Leistung soll der sogenannten versteckten und verschämten Altersarmut vorgebeugt werden.

Laut einer Statistik des Statistischen Bundesamtes empfingen im Juni 2017 rund eine Millionen Menschen die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Etwa die Hälfte davon nimmt die Grundsicherung zusätzlich zur Altersrente in Anspruch.

Wer bekommt die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung?

Einen Antrag auf Grundsicherung im Alter können Sie stellen, wenn Sie die Regelaltersgrenze erreicht haben.

Einen Antrag auf Grundsicherung im Alter können Sie stellen, wenn Sie die Regelaltersgrenze erreicht haben.

Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung steht Personen zu, wenn diese entweder aus Altersgründen nicht mehr einer Erwerbstätigkeit nachkommen können, um ihren Lebensunterhalt sicherzustellen, oder gesundheitliche Gründe dies nicht ermöglichen.

Einen Anspruch darauf haben Personen, welche die Altersgrenze (65 bis 67 Jahre) erreicht oder die das 18. Lebensjahr vollendet haben und dauerhaft voll erwerbsgemindert sind.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass sie ihren notwendigen Lebensunterhalt nicht ausreichend oder nicht aus dem eigenen Einkommen oder Vermögen sicherstellen können. Es wird dementsprechend vorausgesetzt, dass eine Bedürftigkeit besteht.

Personen, die noch nicht die Regelaltersgrenze erreicht haben, aber schon über 18 Jahre alt sind, erhalten ebenfalls Leistungen der Grundsicherung, wenn sie aus medizinischen Gründen voll erwerbsgemindert sind.

Interessant: Eine volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn die Person durch eine Krankheit oder Behinderung nicht in der Lage dazu ist, mindestens drei Stunden täglich zu arbeiten. Wenn davon auszugehen ist, dass die Minderung der Erwerbsfähigkeit nicht behoben werden kann, ist von einer Dauerhaftigkeit die Rede.

Personen, die vor dem 1. Januar 1947 geboren sind, haben die Altersgrenze mit Vollendung des 65. Lebensjahres erreicht. Sind sie danach geboren, kann in der folgenden Tabelle abgelesen werden, wann die Regelaltersgrenze erreicht ist:

GeburtsjahrgangRegelaltersgrenze
194765 Jahre und 1 Monat
194865 Jahre und 2 Monate
194965 Jahre und 3 Monate
195065 Jahre und 4 Monate
195165 Jahre und 5 Monate
195265 Jahre und 6 Monate
195365 Jahre und 7 Monate
195465 Jahre und 8 Monate
195565 Jahre und 9 Monate
195665 Jahre und 10 Monate
195765 Jahre und 11 Monate
195866 Jahre
195966 Jahre und 2 Monate
196066 Jahre und 4 Monate
196166 Jahre und 6 Monate
196266 Jahre und 8 Monate
196366 Jahre und 10 Monate
ab 196467 Jahre

Höhe der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Die Leistungen der Grundsicherung werden nach Regelsätzen pauschal bemessen und von den Landesregierungen festgelegt. Der Regelsatz beträgt seit dem 1. Januar 2018 monatlich 416 Euro für Alleinstehende. Partner und Eheleute erhalten je 374 Euro.

Zusätzlich dazu werden auch angemessene Aufwendungen für Unterkunft und Heizung bezahlt. Wann eine Wohnung als angemessen gilt, unterscheidet sich je nach Stadt und Personenanzahl. Aktuelle Werte können Sie beim zuständigen Sozialamt in Ihrer Heimatstadt erfragen.

Wer erhält Grundsicherung? Von der Sozialleistung profitieren Bedürftige.

Wer erhält Grundsicherung? Von der Sozialleistung profitieren Bedürftige.

Eventuell steht Personen auch ein Mehrbedarf zu. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn eine Gehbehinderung vorliegt, welche mit dem Merkzeichen G im Schwerbehinderten­ausweis vermerkt ist. In diesem Fall besteht ein zusätzlicher Anspruch von 17 % des Regelsatzes.

Sollte eine Behinderung oder Krankheit vorliegen, die einer kostenaufwändigen Ernährung bedarf, kann auch hier ein Mehrbedarf in einer angemessenen Höhe bewilligt werden. Zusätzlich werden bei einem Anspruch auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie Zusatz- und Vorsorgebeiträge übernommen.

Übrigens: Besteht ein unabweisbarer Bedarf, beispielsweise ein defekter Kühlschrank oder eine kaputte Waschmaschine, kann der Leistungsträger dem Leistungsberechtigten ein Darlehen gewähren. Dieses wird in monatlichen Raten vom Regelsatz abgezogen.

Viele Behinderte oder Kranke haben nicht die Möglichkeit, zu Hause betreut zu werden, und sind daher in einer stationären Einrichtung untergebracht. Da diese besonders teuer sind, müssen Betroffene vorrangig das eigene Einkommen und Vermögen zur Finanzierung nutzen.

Damit allerdings der Bedarf gesichert wird, kann auch hier Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung gezahlt werden. Für den Bedarf innerhalb der Einrichtung stehen den Bedürftigen ein Geldbetrag zur persönlichen Verwendung sowie eine Bekleidungspauschale zur Verfügung.

Was wird als Einkommen und Vermögen auf die Sozialleistung angerechnet?

Bei der Ermittlung, ob Ihnen Grundsicherung zusteht, werden sämtliche Einkünfte berücksichtigt. Dazu zählen beispielsweise Einkünfte aus einer Beschäftigung, Renten (u. a. aus privater oder betrieblicher Vorsorge), Kindergeld sowie Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz.

Folgende Einkünfte werden nicht auf die Grundsicherung angerechnet:

  • Leistungen der Sozialhilfe nach SGB XII (Pflegegeld, Blindengeld etc.)
  • Grundrente nach dem Bundesversorgungsgesetz
  • Renten oder Beihilfen nach dem Bundesentschädigungsgesetz
  • Elterngeld
  • Leistungen der Pflegeversicherung
  • Schmerzensgeld
  • Zuwendungen der freien Wohlfahrtspflege

Das Vermögen muss hauptsächlich dazu genutzt werden, den Lebensbedarf zu decken. Bei der Berechnung der Grundsicherung besteht allerdings für jeden Leistungsberechtigten ein Freibetrag von 5.000 Euro. Dieses Geld darf nicht als Vermögen angerechnet werden.

Dabei ergibt sich auch der größte Unterschied zur Grundsicherung für Arbeitslose (Hartz 4). Für das Arbeitslosengeld (ALG) 2 als Grundsicherung darf ein Vermögen von 150 Euro pro Lebensjahr plus 750 Euro nicht angerechnet werden. Dies sind nach dem 61. Lebensjahr über 9.900 Euro.

Antrag auf Grundsicherung im Alter

Wenn Sie Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung beziehen wollen, müssen Sie grundsätzlich einen Antrag stellen. Ein entsprechender Grundsicherungsantrag kann beim Amt für Soziales in Ihrer Heimatstadt gestellt werden.

Zusätzlich zum Antrag sind folgende Unterlagen erforderlich:

Grundsicherung bei Erwerbsminderung steht auch Behinderten zu, welche die Voraussetzungen erfüllen.

Grundsicherung bei Erwerbsminderung steht auch Behinderten zu, welche die Voraussetzungen erfüllen.

  • Personalausweis oder Reisepass (ggf. mit Meldebestätigung)
  • Nachweise der dauerhaften vollen Erwerbsminderung
  • Einkommensnachweise
  • Vermögensnachweise (z. B. kapitalbildende Versicherungen, Sparkonten, Immobilien etc.)
  • Kontoauszüge
  • Mietvertrag
  • Nachweise über Kranken- und Pflegeversicherung

Weitere Einkommens- und Vermögensnachweise können je nach Einzelfall nötig sein. Kontaktieren Sie im Zweifelsfall am besten Ihr zuständiges Amt für Soziales, um zu erfahren, welche Unterlagen von Ihnen benötigt werden.

In der Regel wird ein Antrag auf Grundsicherung für zwölf Kalendermonate bewilligt. In Ausnahmefällen ist es allerdings möglich, dass die Leistung für einen längeren Zeitraum gewährt wird. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn keine Einkommensänderung erwartet wird.

Grundsicherung für Arbeitsuchende

Neben der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung existiert auch die Grundsicherung für Arbeitsuchende. Besser bekannt ist diese Form der Grundsicherung als Hartz IV. Arbeitslosen Personen soll so der Lebensbedarf sichergestellt werden, bis sie wieder aus eigener Kraft einer Beschäftigung nachgehen können.

Im Jahr 2005 wurde das Arbeitslosengeld II eingeführt, um die Sozialhilfe abzulösen. So sollte eine spezielle Sozialleistung für erwerbsfähige Arbeitslose geschaffen werden. Die Sozialhilfe besteht allerdings weiterhin für Personen, die keinen Anspruch auf die Grundsicherung bzw. das ALG 2 haben.

Kostenträger des ALG II als Grundsicherung sind die Jobcenter sowie die kreisfreien Städte und Kommunen. Die Jobcenter tragen den Regelbedarf sowie Mehrbedarfe und Eingliederungsleistungen. Die Kommunen und Städte kommen für die Kosten der Unterkunft und die Leistungen für Bildung und Teilhabe auf.

Das Prinzip “Fördern und Fordern” gilt als Grundsatz der Grundsicherung bzw. des ALG II. Die Sozialleistung wird nicht ohne Gegenleistung der Bedürftigen erbracht. Die Leistungsbezieher sind verpflichtet, alles dafür zu tun, die Hilfebedürftigkeit zu beenden und bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt mitzuwirken.

Wann bekommt man Grundsicherung für Arbeitsuchende?

Leistungen der Grundsicherung nach dem SGB II erhalten erwerbsfähige Berechtigte, wenn diese

  • mindestens 15 Jahre alt sind und die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben,
  • erwerbsfähig sind,
  • hilfebedürftig sind und
  • ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben.
Die Grundsicherung für Arbeitsuchende kann beim Jobcenter beantragt werden.

Die Grundsicherung für Arbeitsuchende kann beim Jobcenter beantragt werden.

Auch Personen, die mit den Leistungsberechtigten in einer Bedarfsgemeinschaft leben, können Hartz 4 beziehen.

Dabei kann es sich beispielsweise um deren Kinder handeln.

Interessant: Eine Erwerbsfähigkeit liegt vor, wenn die Person nicht wegen einer Behinderung oder Krankheit auf absehbare Zeit außerstande ist, drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein und eine Beschäftigung auszuüben.

Als Hilfebedürftig gelten Personen, die ihren Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend sichern können.

Damit können auch Erwerbstätige hilfebedürftig sein, wenn das geringe Erwerbseinkommen nicht zum Leben ausreicht. Das Einkommen muss in dem Fall mit Hartz 4 aufgestockt werden.

Keinen Anspruch auf die Grundsicherung nach dem SGB II haben

  • erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die sich ohne vorherige Zustimmung des Sachbearbeiters außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereichs aufhalten und dadurch der Eingliederung in Arbeit nicht zur Verfügung stehen
  • Personen, die mehr als sechs Monate in einer stationären Einrichtung untergebracht sind (als Ausnahme davon gelten Freigänger)
  • Menschen, die das gesetzliche Rentenalter erreicht haben
  • Erwerbsunfähige, die absehbar für mehr als sechs Monate keiner Beschäftigung nachgehen können
  • Personen, die eine Altersrente, Knappschaftsausgleichsleistung oder eine ähnliche öffentlich-rechtliche Leistung beziehen

Wie hoch ist die Grundsicherung für Arbeitslose?

Um die Höhe der Grundsicherung nach dem SGB II ermitteln zu können, werden vom Jobcenter verschiedene Faktoren berücksichtigt. Zum einen spielt der aktuelle Regelsatz eine entscheidende Rolle. Zum anderen ist die Leistung allerdings auch von den Kosten für die Unterkunft, der Anzahl der Kinder im Haushalt sowie dem Einkommen des Antragstellers abhängig.

Einen Anspruch auf den vollen Regelbedarf haben Alleinstehende, Alleinerziehende und Volljährige, deren Partner minderjährig ist. Seit dem 1. Januar 2018 beträgt der Regelsatz 416 Euro. Volljährige Partner erhalten jeweils 374 Euro.

Kindern, die jünger als sechs Jahre alt sind, stehen 240 Euro zu. Ab einem Alter von sechs bis einschließlich 13 Jahren erhöht sich der Regelsatz auf 296 Euro. Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren, die im Haushalt des Antragstellers wohnen, erhalten jeweils 316 Euro. Zwischen 18 und 24 Jahren stehen den jungen Erwachsenen 332 Euro vom Jobcenter zu.

Ab einem Alter von 25 Jahren müssen Personen einen eigenen Antrag auf die Grundsicherung stellen. Davon ist unabhängig, ob sie bei den Eltern wohnen oder bereits eine eigene Wohnung bezogen haben.

Beziehen Leistungsberechtigte ein eigenes Einkommen durch eine Erwerbstätigkeit, Mieteinnahmen oder ähnliches, werden diese Einkünfte auf den Regelsatz angerechnet, sodass sich die Leistungen vom Jobcenter mindern.

Die Höhe der Grundsicherung ergibt sich aus den aktuellen Regelsätzen.

Die Höhe der Grundsicherung ergibt sich aus den aktuellen Regelsätzen.

Sofern die Kosten für die Unterkunft angemessen sind, werden diese ebenfalls vom Jobcenter übernommen. Je nach örtlichem Wohnungsmarkt sind allerdings unterschiedlich hohe Mieten von Stadt zu Stadt zu berücksichtigen. Ist die Wohnung teurer, muss der Leistungsberechtigte einen Teil der Kosten vom Regelsatz begleichen.

Wie bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung können Leistungsberechtigte außerdem unterschiedliche Mehrbedarfe geltend machen. Einen Mehrbedarf gibt es beispielsweise für Alleinerziehende, Schwangere, Behinderte sowie für kostenaufwendige Ernährung und für eine dezentrale Warmwasserversorgung. Im Einzelfall ist außerdem ein unabweisbarer, laufender Mehrbedarf zu berücksichtigen.

Das Jobcenter bewilligt zudem einmalige Leistungen wie die Erstausstattung für eine Wohnung, wenn keine Einrichtungsgegenstände vorhanden sind. Außerdem kann eine Erstausstattung für Kleidung und bei Schwangerschaft und Geburt eines Kindes bewilligt werden.

Leistungsberechtigte mit schulpflichtigen Kindern können auch die Leistungen für Bildung und Teilhabe in Anspruch nehmen.

Wie wird das Einkommen und Vermögen auf Hartz 4 als Grundsicherung angerechnet?

Als Einkommen sind alle Einnahmen zu berücksichtigen, die als Mittel zur Verfügung stehen. Dabei kann es sich beispielsweise um Mieteinnahmen, Einkünfte aus einer geringfügigen Beschäftigung oder eine Ausbildungsvergütung handeln. Diese Einnahmen werden auf den Regelsatz der Grundsicherung angerechnet.

Einkünfte, die nicht bei der Berechnung berücksichtigt werden, sind folgende:

  • alle Leistungen nach dem SGB II
  • Grundrente
  • Renten und Beihilfen nach dem Bundesentschädigungsgesetz
  • Schmerzensgeld
  • Zuwendungen der freien Wohlfahrtspflege (z. B. Lebensmittelspenden der Tafel)
  • Verletztenrente

Bei der Berechnung der Grundsicherung (Hartz 4) spielt auch das Vermögen eine entscheidende Rolle. Übersteigt dieses die Freibeträge, besteht kein Anspruch auf ALG 2, bis dieses verbraucht ist.

Hartz IV ist eine Form der Grundsicherung.

Hartz IV ist eine Form der Grundsicherung.

Für jedes vollendete Lebensjahr steht den Leistungsberechtigten ein Freibetrag von 150 Euro, mindestens aber 3.100 Euro für jeden volljährigen Leistungsberechtigten und seinem Partner, zu. Der Höchstfreibetrag liegt je nach Geburtsjahrgang bei 9.750 Euro (bis 1957), 9.900 Euro (1958 bis 1963) oder bei 10.050 Euro (ab 1964).

Minderjährigen Leistungsberechtigten steht ein Freibetrag von 3.100 Euro zur Verfügung. Für die Altersvorsorge gelten gesonderte Freibeträge.

Ein selbst genutztes Wohneigentum in angemessener Größe sowie angemessener Hausrat, ein Kraftfahrzeug bis zu einem Verkehrswert von 7.500 Euro sowie eine Altersvorsorge in Höhe des Bundesrechtes zählen zum Schonvermögen und dürfen bei der Berechnung der Grundsicherung nicht berücksichtigt werden.

Wo können Sie die Grundsicherung für Arbeitsuchende beantragen?

Damit Sie die Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten, müssen Sie beim Jobcenter einen entsprechenden Antrag stellen. Diesen können Sie entweder online ausfüllen oder Sie holen sich einen Antrag bei Ihrem zuständigen Jobcenter ab. Wenn Sie Schwierigkeiten beim Ausfüllen haben, kann Ihnen das Jobcenter in Ihrer Heimatstadt weiterhelfen.

Wichtig ist, dass Sie bei Abgabe des Antrags alle notwendigen Unterlagen vorlegen. Bei persönlicher Vorsprache sollten Sie Ihren Personalausweis oder Reisepass mitbringen. Zudem sind die Arbeitspapiere und Arbeitsbescheinigungen sowie ggf. Nachweise über einen früheren Leistungsbezug, Kündigungsschreiben, Erklärung zur Arbeitsaufgabe und ggf. auch eine Bescheinigung über den Bezug von Krankengeld mitzubringen.

Was sind die Hilfe zum Lebensunterhalt und das Sozialgeld?

Die Hilfe zum Lebensunterhalt sowie das Sozialgeld zählen ebenfalls zur Grundsicherung in Deutschland. Ein Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt kann nur bestehen, wenn zusätzlich kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II und auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung besteht.

Hilfe zum Lebensunterhalt können beispielsweise Personen beziehen, die befristet voll erwerbsgemindert sind. Auch Personen in einer stationären Einrichtung haben einen Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt.

Wenn Sie die Grundsicherung beantragen wollen, müssen Sie Angaben zu Ihren Einkünften und zum Vermögen machen.

Wenn Sie die Grundsicherung beantragen wollen, müssen Sie Angaben zu Ihren Einkünften und zum Vermögen machen.

Sozialgeld können Personen beziehen, die nicht erwerbsfähig sind, weil sie nicht mehr als drei Stunden täglich arbeiten können und zudem mit einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, der Leistungen nach SGB II bezieht, in einer Bedarfsgemeinschaft leben. Außerdem darf kein Anspruch auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bestehen.

In Betracht kommen dabei Kinder bis zur Vollendung des 15. Lebensjahres, dauerhaft erwerbsunfähige Minderjährige bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sowie volljährige Leistungsberechtigte, die nicht voll erwerbsgemindert sind und auch die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben. Zudem müssen diese Personen in einer Bedarfsgemeinschaft leben.

Bei beiden Grundsicherungsleistungen gelten ebenfalls die gleichen Regelbedarfe und Leistungen wie bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und bei Hartz 4.

Bildnachweise: istockphoto.com/style-photographs, istockphoto.com/lavralavaga, fotolia.com/Steve Morvay, fotolia.com/stadtratte, fotolia.com/ArTo, fotolia.com/Jacob Lund, fotolia.com/RioPatuca Images

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40 Kommentare

  • A.Vanin

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    muß man sein selbst geschaffenes Eigentum verkaufen, wenn man auch nur kurz die Grundsicherung in Anspruch nimmt, weil man sonst nicht krankenversichert ist. Diese Zeit mindert doch schon die Rente, weil nichts eingezahlt wird. Habe 40. Jahre Vollzeit gearbeitet und bin unverschuldet in das Arbeitslosengeld II durch Umschulung gekommen.
    Gern hätte ich dazu eine Auskunft.

    • hartz4.de

      Hallo A.,

      wenn das Jobcenter nach Einsicht Ihres Vermögens entscheidet, dass Sie zu verwertendes Vermögen haben, dann kann es Sie dazu auffordern, dieses zu verwenden, um Ihren Lebensunterhalt zu sichern. Gegen diese Entscheidung können Sie allerdings Widerspruch einlegen, wonach sie erneut geprüft würde.

      Das Team von hartz4.de

  • Anonum

    Hallo,Bei Grundsicherung wegen Krankheit ,als Vermögen ,kann man ein Auto ca::3000 € haben?

    • hartz4.de

      Hallo,

      ein angemessenes Kraftfahrzeug können Sie in der Regel behalten. Ob Ihr Fahrzeug angemessen ist, erfragen Sie für Ihre Situation speziell am besten bei Ihrem Sachbearbeiter. Mehr Informationen zum Thema “Vermögen” erhalten Sie hier: https://www.hartz4.de/vermoegen/

      Das Team von hartz4.de

  • Martin R. Ferrari

    Aus gesundheitlichen Gründen ist mein Umzug,bin Erwerbsminderungsrentner,beim Sozialamt Duisburg bewilligt worden.Da ich an posttraumatischen Belastungsstörungen mit Engenangst,kleine Räume,bus und Bahn ectr.Habe ich eine 62qm,2,5zim.angeboten bekommen,da die Bruttokaltmiete 375€,Nebenkosten 110€,kaltmiete 265€,und Heizkosten 50€.Dieses Angebot legte ich dem Amt vor.Der Verwalter hatte wegen mir,15€runtergesetzt.Das Amt lehnte ab,trotz 2 ärztliche Atteste.Ist ,sind die Nebenkosten wirklich zu teuer????Von der hohen” pm spricht keiner…..

  • WR

    guten tag,
    meine frage :
    bin fast 59 jahre alt, schwerbehindert 50% + Merkzeichen G durch das zbfs.
    gem. gutachten des jobcenters nicht vermittelbar, da Arbeitsfähigkeit unter 3 stunden täglich und unter 15 stunden wöchentlich.
    seit 2016 verwittwet mit 670 € rente.
    jobcenter hat nun entschieden, dass ich keine Leistungen nachdem SGB erhalte.
    habe keine mietbelastung, da ich in einem Ferienhaus meiner tochter wohne; muss nur für die Nebenkosten aufkommen.
    ausserdem benzin, Kfz-steuer, Kfz-Versicherung für ein auto meiner Familie welches ich benötige um Friedhof, Arzt, physio u.a. aufsuchen zu können.
    HABE ICH ANSPRUCH AUF GRUNDSICHERUNG ???
    LIEBEN DANK FÜR IHRE ANTWORT

  • DH

    Hallo,mein 16 jähriger behinderter Sohn (60% mit Merkzeichen G,B und H )bekommt von der Arbeitsargentur Eingliederungshilfe,er geht ab September in einen Berufsbildungswerk und macht dort ein Berufsvorbereitungsjahr ,er ist die Woche über im Internat untergebracht und hat dort Vollverpflegung und Strom Wasser und so weiter alles frei,an den Wochenenden ist er zu Hause ,er bekommt monatlich 111€von der Agentur für Arbeit.Hat er trotzdem Anspruch auf Grundsicherung z.Bsp.für Kleidung?Vielen Dank für Ihre Antwort

    • hartz4.de

      Hallo DH,

      da wir keine Rechtsberatung anbieten dürfen, können wir nicht sagen, ob und worauf ein Anspruch besteht. Erkundigen Sie sich beim zuständigen Jobcenter, Integrationsamt oder einer Sozialberatungsstelle.

      Das Team von hartz4.de

  • KM

    “In der Regel wird ein Antrag auf Grundsicherung für zwölf Kalendermonate bewilligt. In Ausnahmefällen ist es allerdings möglich, dass die Leistung für einen längeren Zeitraum gewährt wird. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn keine Einkommensänderung erwartet wird.”

    Gibt es eine gesetzliche Grundlage oder Urteile, auf die man sich bezüglich einer längeren Gewährung beziehen kann?

    Mein Vater ist 70,5 Jahre alt, schwer krank mit PG 2 und bezieht Grundsicherung im Alter (seit mehr als 15 Jahren arbeitsunfähig). Eine Verbesserung der Situation ist nicht zu erwarten, da er nicht arbeiten kann. Die Krankenakte liegt dem Amt vor. Trotzdem muss mein Vater jährlich die Weitergewährung beantragen, Vermieterbescheinigung(er wohnt seit mehr als 10 Jahren dort ohne Änderung der Miete, da sehr altes Haus) und Kontoauszüge der letzten 6 Monate einreichen, etc. Macht er das nicht, wird die Zahlung – obwohl die dauerhafte Bedürftigkeit bekannt ist – eingestellt.

    Über Antwort würde ich mich freunen.

  • Radosta Maria

    Sehr geehrte Damen und Herren ich bin werklich am verzweifeln meiner Mann ist krank und bekommen wir von Krankenkassen das geld meiner sohn Leukämie erkrankt und habe wir von deutsche Rente Versicherung Berlin das meiner Sohn eines anspruch hat erwerminderung Hilfe bis 2020 Sachen arbeite würde alles geschickt und jetzt hab nur Probleme mit Sachbearbeiter erst Kontoauszug von meiner sohn nur Weile meiner sohn geschenkt bekommen für Weihnachten und Geburtstag Geld bekommen hat erst wollte nur drei Monate Kontoauszug habe und Willen von ab Januar ist das gerechte was ich durch machen mit 2 krank Menschen

    • hartz4.de

      Hallo Radosta Maria,

      wenn Sie das Gefühl haben, von einem Sachbearbeiter ungerecht behandelt zu werden, können Sie sich an einen Anwalt wenden, der Ihren Fall prüfen und Ihnen rechtliche Handlungsoptionen aufzeigen kann. Wir dürfen Ihnen leider keine Rechtsberatung geben.

      Das Team von hartz4.de

  • Angelika

    Hallo Hartz 4 Team
    Ich bekomme seit Oktober also das erste Mal EU Rente. Leider keine Grundsicherung da ich 3,01 Euro über dem Satz liege. Ich habe einen Schwerbehinderungsausweis von 60% und einem G.. Steht mir auch etwas zu??? Ich bin 61 Jahre alt und mein Mann hat Hartz4 und GDB 80% mit G.

    Danke im Voraus.
    Komme nicht weiter. Kommentar von Ihnen “der Text wäre doppelt. Ich wende mich heute zum ersten Mal bei Ihnen.

    • hartz4.de

      Hallo Angelika,

      wir können im Einzelfall leider nicht beurteilen, ob und in welchem Umfang Leistungsansprüche bestehen. Dafür sollten Sie sich direkt an den Leistungsträger oder eine Sozialberatungsstelle wenden.

      Ihr Kommentar ist zwei Mal bei uns eingegangen. Wir bemühen uns, jeden Kommentar zu lesen und zu beantworten, weshalb es manchmal einige Zeit dauern kann, bis Ihr Kommentar sichtbar veröffentlicht wird. Wir bitten um Ihr Verständnis.

      Das Team von hartz4.de

  • Jasmin

    Hallo ich hab da auch mal eine Frage. Und zwar lebe ich mit meinem Partner in einer bedarfsgemeinschaft. Wir bekommen zusammen 740 Euro monatlich Ohne Miete. Wenn ich jetzt einen Job annehmen würde , wo ich ich ca 700-800 € verdienen würde, mein Freund aber keinen Job hat Wird uns dann weiterhin die Miete bezahlt, oder muss ich das dann von dem Gehalt selber bezahlen. Quasi leben wir , was wir insgesamt bekommen von 1090 € ( mit Miete) unter der Grundsicherung, daher wird es dann doch aufgestockt oder ? Ich bedanke mich im vorraus

    • hartz4.de

      Hallo Jasmin,

      pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten. Wenn Sie allerdings ohne Bezüge weniger Geld haben würden, als im Hartz-4-Bezug, dann wird im Regelfall aufgestockt.

      Das Team von hartz4.de

  • Ernst

    Hallo
    ich bekomme ab den ersten November 2018 Altersrente für schwerbehinderte Menschen 505,99 Euro und bekomme vom Amt 111,37 Grundsicherung. Bin am 22.04.1955 geboren.
    Ich habe einen Schwerbehinderten Ausweis 80% G B wollte vom Amt auch Mehrbedarf für Schwerbehinderte haben diese sagten das ich diesen erst in 2 Jahren oder voll erwerbsgeminderte Rente bekomme.
    Wollte sie mal fragen ob dieses zutrifft.

    • hartz4.de

      Hallo Ernst,

      oft steht Ihnen mit dem Merkzeichen G im Ausweis ein Mehrbedarf von 17 % zu. Pauschal lässt sich dies für Ihren Fall aber nicht sagen. Im Zweifelsfall können Sie Widerspruch gegen den Bescheid einlegen oder einen Anwalt konsultieren.

      Das Team von hartz4.de

  • Dajana T.

    Guten Tag,
    Meine Großmutter bekommt 502,16 Euro rente Wohnung kostet warm 323.03, und für die Grundsicherung bekommt sie 245,99 vom Staat. Jetzt ist das Problem ihr fehlen 100 Euro jeden Monat für Strom und Haustelefon, könnte man noch irgendwas beantragen. Sie hat ein Auto jedoch ist er nicht mal 800 Euro wert und den braucht sie für Einkauf weil in der Nähe kein Supermarkt ist. Liebe Grüße

    • hartz4.de

      Hallo Dajana,

      in der Regel nein, denn Strom und Telefon sind beides Posten, die vom Regelbedarf bezahlt werden sollten.

      Das Team von hartz4.de

  • Connie

    Hallo, ich (57 Jahre alt) alleinstehend, in der Nähe von München lebend, bekomme ab dem 1. Dezember, befristet bis zum 30.11.2020, Rente wegen voller Erwerbsminderung. Da ich 584 Euro Miete (Warmmiete, 56 qm) zahle und nur etwa 750 Euro Rente erhalte, müsste ich Grundsicherung oder zumindest Wohngeld beantragen. Im November habe ich eine Steuerrückzahlung (etwa 3700 Euro) aus meiner letzten Abfindung von 2017 erhalten. Zudem habe ich etwa 4.500 Euro beiseite gelegt, die ich brauche um einen Kredit zu tilgen. Die Summen zusammengerechnet ergeben einen Betrag der höher ist als 5000 Euro Vermögen. Meine Fragen: Gelten die 3700 Euro als Zufluss-Vermögen vom NOVEMBER, auch bei einem Antrag von Grundsicherung im Dezember? Wie sieht das bei Wohngeld aus? Wird dort das Zufluss-Vermögen angerechnet? Ist es in meinem Fall “Hilfe zum Lebensunterhalt” oder “Sozialgeld”? Beides ist Grundsicherung, was trifft auf mich zu und worin besteht der Unterschied? Sollte ich bis zur Tilgung der Schulden warten, mit dem Antrag auf Grundsicherung und vorerst Wohngeld/Mietzuschuss beantragen? Was empfehlen Sie mir? Ich habe wegen des Zufluss-Vermögens, ab November kein Hartz IV bekommen und möchte nun keinen Fehler machen, wenn ich einen Antrag auf Grundsicherung oder Wohngeld stelle. Vielen Dank und liebe Grüße, Connie

  • Daniela

    Hi, kann ein Hartz Empfänger Freibetrag auch für kirchliche Zwecke spenden?
    LG

  • Ulf

    Hallo !

    Ich war von Januar bis zum 30 Juli in Harz 4. Vom 1.August bis 30. November habe ich in der Landwirtschaft gearbeitet ( Festeinstellung) . Nach der Ablehnung vom Arbeitsamt habe ich wieder einen Antrag bei der Arge gestellt. Dort sagte man mir : ich solle erst meinen Lohn verbrauchen.
    ( 1700 Euro Netto ).
    Ab welchen Monat bin ich Harz 4 berechtigt?

    • Manfred

      Entscheidend ist der Zeitpunkt des Zuflusses des Lohns., Das heißt: wenn der Lohn bis zum Ultimo (30. oder 31. eines Monats) auf dem Konto eingeht, dann kann ab dem darauffolgenden Monat und für diesen darauffolgenden Monat ein H4-Antrag gestellt werden.

  • Franz

    Guten Tag.

    Wir bekommen Grundsicherung in Alter. Darf ich etwas dazu verdienen?

    Danke für Antwort.

  • Vladimir

    Guten Tag,
    ich bin 58 Jahre alt und bin 50% Schwerbehindert mi “G”. Ich bin verheiratet aber ich und meine Frau wirtschaften seit Anfang 2018 nicht mehr zusammen also wir führen nach schriftlicher Absprache sozusagen getrennte Haushalt. Ich bekomme 181 € EM Rente und 458 € Grundsicherung. Meine Frau hat in Oktober 2017 nach länger Zeit eine Arbeit (Teilzeit) gefunden als Kassiererin in Supermarkt, wo hat sie einen Monatslohn von 1.070 € Netto. Sie hat ihr ALG 2 ordentlich beendet. Wir leben schon mehr als zwei Jahre nicht als Eheleute ich schlafe in eine andere Zimmer. In der Zeit in den sie nur ALG2 hatte und ich meine Rente und Grundsicherung haben wir noch zusammen eingekauft Miete bezahlt, etc. Seit dem Zeit wo sie angefangen zu Arbeiten, wollte sie, dass wir auch das Geld trennen. Das heißt, dass sie wirtschaftet mit ihrem Geld und ich mit meinem Geld. Also kompletten getrennten Haushalt Führung. Ich kann mich mit meinen Geld so gerade um die runde kommen, und da ich keine Geld für Umzug und eigene Wohnung habe haben wir uns Vereinbarung getroffen (auch schriftlich) dass ich ihr meine Rente also die 181 € auf ihr Konto fließen lasse und dafür darf ich in der Wohnung bleiben bis ich etwas geeignetes für mich finde, alles anderes wird getrennt geführt. Ich habe damals eine schwere Fehler begangen und zwar, wenn meine Frau der Arbeitsagentur gemeldet hat, dass sie Arbeit gefunden hat habe ich gedacht dass diese Tatsache von der Arbeitsagentur auch dem Sozialamt gemeldet, weil die wie bekannt schon seit mehrere Jahre zusammen arbeiten. Das war schwere Fehler. Na ja nach den Vereinbarung über der getrennte Haushalt, habe ich der Stand der Sache schriftlich den Sozialamt mitgeteilt. Ich erwartete eine Antwort aber die kam nicht, ich habe dann geglaubt dass hat sich erledigt und es wird keine Änderung mehr geben. Dann am Ende des Jahres 2018 habe ich ein bisschen Ordnung in meinen Papieren gemacht und dabei auch auf die letzte Leistung Bescheid vom Sozialamt gestoßen er war noch in der geschlossener Kuvert ich habe ihn also vorher wenn er kam nicht mehr wahrgenommen, wahrscheinlich hat mein Sohn der Brief in andere Post gelegt und ich hab den nicht gesehen. Der habe ich jetzt gelesen und habe ich festgestellt, dass das Sozialamt wurde von Arbeitsagentur überhaupt nicht informiert, dass meine Frau eine Arbeit gefunden hat, weil auf dem Berechnungsbogen war sie immer noch als ALG2 geführt. Weiter hin, dass ich sollte eigentlich das Sozialamt darüber in Kenntnis setzen, dass meine Frau Arbeit gefunden hat. Aber was noch schlimmer ist dass das Sozialamt überhaupt nichts davon erwähnte, dass wir getrennte Haushalt führen. Das bedeutet, dass mein Brief der ich dem Sozialamt geschrieben habe das wir getrennt sind, ist entweder auf den Postweg verlorengegangen ist oder irgendwo falsch geleitet wurde. Es war leider nur als normale Brief gesendet also leider keine Einschreiben. Jetzt sieht es so aus als ich der ganze das Grundsicherung absichtlich zu unrecht bezogen habe. Was soll ich jetzt nur machen das sind doch mehrere Tausend Euro. Ich schwere aber das war in keinen fall ein Absicht sich irgendwie zu bereichern, ich komme auch jetzt nur schwer finanziell durch der Monat, es ist unvorstellbar, wenn ich die 458 € Grundsicherung nicht hätte blieb mir nur die 181 € EM Rente und die gebe ich doch meine Frau als Anteil für Miete damit ich in den Wohnung bleiben darf, und für was soll ich für mich dann Essen kaufen, etc. Ich weiß es ist meine Schuld aber was soll ich jetzt tun. Ich habe nie etwas unehrliches getan und jetzt stehe ich da wie ein Betrüger. Was meinen Sie ist der beste weg jetzt. Ich kann auf das Geld aber auch nicht verzichten, weil dann könnte ich mich gleich erschießen. Ich bedanke mich voraus für Antwort.

    MfG Vladimir

  • Kai

    Hallo,
    Es geht um meinen Vater er ist 61 Jahre alt und bekommt eine Teilrente von ca. 500 Euro.
    Ich bin 21 Jahre alt und gehe normal Arbeiten (1200 Euro Netto im Monat).
    Ich wollte mal fragen, wenn mein Vater eine Grundsicherung beantragt, wie viel würde er dann bekommen und wie viel müsste ich ihm was abgeben, da ich ja noch bei ihm Zuhause wohne.

    Mfg Kai

  • Peter

    Hallo und guten Tag,
    meine Schwiegermutter ist 83 Jahre alt, hat brutto 896 Euro, netto 799 Euro Rente. Sie hat Pflegegrad 3, sitzt im Rollstuhl. Nach Krebs-OP wurde Kehlkopf entfernt, wodurch sie nicht mehr sprechen kann. Antrag auf Schwerbehinderung ist gestellt (100 % mit “G”). Seit 1 Jahr ist sie im Pflegeheim untergracht. Meine Ehefrau und ich sind in Rente. Da wir über dem Selbstbehalt von 3250 Euro, monatliches Einkommen, liegen, müssen wir 220 Euro Elterunterhalt an das Pflegeheim, bzw. Sozialamt zahlen. Nun meine Fragen :
    – kann meine Schwiegermutter Antrag auf Grundsicherung stellen und hat sie einen Anspruch darauf, obwohl sie im Pflegeheim wohnt
    – wirkt sich im Falle eine bewilligten Grundsicherung, dieser auf den Elterunterhalt aus ?

    MfG

  • Karina K.

    Hallo Ich habe vor mit mein Freund zusammenzu ziehen.Er hat Arbeit.Und ich beziehe kleine Rente von 212.15 Euro Und Grundsicherung 259.14 euro,
    Jetzte meine Frage wieviel bleibt mir denn noch von mein Grundsicherung.

  • Kati

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    nach längerer Recherche im Internet bin ich glücklicherweise auf Ihren Artikel gestoßen. Es gib nämlich leider kaum Informationen zu einem Bezug von Zusatzleistungen bei einer vollen Erwebsminderungrente aufgrund der Arbeitsmarktlage. Nun haben Sie das Thema hier zumindest kurz angeschnitten.

    Zitat:
    “Die Hilfe zum Lebensunterhalt sowie das Sozialgeld zählen ebenfalls zur Grundsicherung in Deutschland. Ein Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt kann nur bestehen, wenn zusätzlich kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II und auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung besteht. Hilfe zum Lebensunterhalt können beispielsweise Personen beziehen, die befristet voll erwerbsgemindert sind. Auch Personen in einer stationären Einrichtung haben einen Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt.”

    Da ich befristet voll erwerbsgemindert bin und zudem seit kurzem Leistungen des städtischen Sozialamts beziehe, interessiert mich nun dringend auf welche Gesetze sich diese Leistungen stützen. Können Sie oder jemand anderer mir hier vielleicht die zugehörigen Paragraphen nennen?

    Vielen Dank; auch nochmals für die bereits vorhandenen Informationen!

    Herzlichen Gruß,

  • Lena

    Ich bin Hartz 4 emfängerin, mein Mann bekommt eine Rente von 328€, was steht uns von der Grunsicherung noch zu?

    • hartz4.de

      Hallo Lena,

      wir führen keine Berechnungen im Einzelfall durch, da verschiedene Faktoren für den Leistungsanspruch wichtig sind. Nutzen Sie aber gerne unseren kostenlosen Hartz-4-Rechner.

      Ihr Team von hartz4.de

  • Cornelia

    Mein Mann bekommt ca.1680euro Arbeitslosengeld,ich selbst keinen Cent.Das Jobsender sagte mir würden im Monat nur 50cent zustehen.Ich bekomme auch kein Arbeitslosengeld oder sonstiges Einkommen.Mir würde nichts zustehen sagte man mir.Ich versteh nur nicht wie wir das noch durchhalten sollen,Miete,Autoversicherung und andere Zahlungen.Am ersten geht alles meistens vom Konto ab und dann haben wir höchstens noch 200euro zum leben im Monat.Jetzt meine frage stimmt es das mir wirklich nichts zusteht?Ich bin total verzweifelt wie wir noch leben sollen!Ich selbst habe kein Auto und Führerschein mehr.Durch Tabletten!Wie soll mein Mann das noch schaffen.Bin auch verzweifelt nach Arbeit suche.Bitte Helfen sie mir und geben Sie mir Auskunft ob mir was zusteht!

    Mit freundlichen Grüßen

    • hartz4.de

      Hallo Cornelia,

      leider können wir im Einzelfall nicht beurteilen, ob und in welcher Höhe ein Leistungsanspruch besteht. Wir möchten Ihnen aber empfehlen, sich bei einer Sozialberatungsstelle zu erkundigen. Dort kann man Sie über verschiedene Leistungen informieren.

      Ihr Team von hartz4.de

  • Arkandra

    Hallo es scheint einen Unterschied im Zuverdienst bei Hartz IV und Grundsicherung zu geben bei Hartz IV gibt es einen Freibetrag von 100 Euro bei Grundsicherung wird dir 70 % sofort vom ersten Euro abgezogen dh ich kann die ersten 100 Euro bei Hartz IV komplett behalten aber bei Grundsicherung muss ich dafür erst 300 Euro verdienen. .. erscheint mir nicht gerecht. Ist das so?
    Herzliche Grüße

    • Tatjana

      Hallo .Ich habe gedacht das mit Harz 4 ,besser was Freibeträge angeht .Leider bin ich sehr enttäuscht. Ich bin vollerwerbsmindert unbefristet. So lange meine 20 Jährige Tochter gearbeitet hat,habe ich keine Problem. Ihre Einkomme könnte sie ganz behalten. Grundsicherung übernahm meine Anteil an Nebenkosten und Hausratversicherung und Grundsteuer. Meine Einahmen dacher EU Rente 477 Euro und 131 Euro Grundsicherung. Ab 1 Jahnuar meine Tochter ist Arbeitslös und bekommt Harz 4. Jobcenter verteilt meine Einkomme und rechnen für mich 424 + 131 =555 Euro und für meine Tochter 339+131=470Euro.Jetzt eine Frage wir sind doch keine Bedarfsgemeinschaft ? Oder? Also vollerwerbsminderte Personen von ALG 2 ausgeschlossen. Worum verteilt dann Jobcenter,das bereits Grundsicherung zahlt.? Wer weist ob es richtig?

  • Manfred

    Hallo Tatjana,
    seit Januar 2019 beträgt der Regelsatz für eine alleinstehende Person (Bedarfsgemeinschaft) 424,- EUR monatlich (auch Alleinstehende heißen im Hartz IV-Deutsch Bedarfsgemeinschaft).
    Bei einer Bedarfsgemeinschaft aus 2 Personen beträgt der Regelsatz jedoch nur 382,- EUR monatlich.je Person.
    Dass sich das Jobcenter an deiner Erwerbsminderungsrente bedient, um deiner Tochter eine unzureichende Hartz IV-Leistung zu erbringen, ist eine SAUEREI. – Du solltest in jedem Fall Widerspruch einlegen, denn selbst wenn es rechtens wäre, dass die Erwerbsminderungsrente einbezogen wird, dann haben sie sich trotzdem verrechnet.
    2 Personen-BG (2*382,- EUR) = 764 EUR Regelbedarf
    2*Grundsicherung (2*131,- EUR) = 262 EUR
    262,- EUR + 764 EUR = 1026 EUR und nicht 1025,- EUR (555,- EUR + 470,- EUR)
    Aber einmal von dem 1,- EUR Rechenfehler des Centers abgesehen: Du hast doch gar nichts beim Jobcenter beantragt, sondern deine Tochter. Wie kommt das Center also dazu, etwas von Dir zu verlangen, sich an deiner Erwerbsminderungsrente für eine andere Person (deine Tochter) selbst zu bedienen oder zu Dich in Regress zu nehmen?! Das ist wirklich eine SAUEREI.
    Die Erwerbsminderungsrente ist doch eine Sozialleistung, die eine Behörde für Dich errechnet hat und nicht für das Jobcenter.
    Wenn alles nicht hilft, dann solltet Ihr es so machen wie viele andere auch: eine weitere Unterkunft mieten, so dass jeder seinen eigenen Haushalt hat und jeder sein vollständiges (424,- EUR monatlich zuzüglich Wohnkosten) Hartz IV bekommt.
    Vielleicht hilft aber auch ein auf das SGB spezialisierter Rechtsanwalt.
    Viel Erfolg!

  • Manfred B.

    Hallo,
    Frau und ich bekommen Grundsicherung und ich bin 80 % Behindert mit Merkzeichen G
    Unsere Waschmaschine und unser Kühlschrank sind kaputt.Kann ich eine neue Waschmaschine
    und Kühlschrank beantragen

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