Jobsuche: Hilfe bei der Arbeitssuche

Kurze Zusammenfassung zur Jobsuche

  1. Die Stellensuche findet heutzutage meist im Internet statt. Wer sich einen Überblick verschaffen will, sollte Jobbörsen und Stellensuchmaschinen verwenden.
  2. Auch Print-Medien und die Agentur für Arbeit sollten nicht vergessen werden. Gerade für die regionale Jobsuche sind diese Anlaufstellen teils sogar besser geeignet als die Online-Suche, wenn es heißt „Ich suche eine Arbeit, wo finde ich diese?“
  3. Nicht zu unterschätzen ist das Networking. Persönliche Kontakte auf Karrieremessen und die Initiativbewerbung sind bei richtiger Vorgehensweise manchmal ausschlaggebend.
  4. Zudem werden soziale Netzwerke, die sich auf die Jobsuche spezialisiert haben, immer wichtiger. Ein aktuell gehaltenes Profil und größtmögliche Sichtbarkeit sind jedoch erforderlich.
  5. Auch die Arbeitssuche im Ausland kann Erfolg versprechen. Arbeitslosengeld 1 kann meist sogar weiterhin bezogen werden.

Die Arbeitslosigkeit ist für die meisten Menschen kein angenehmer Zustand. Die finanziellen Mittel sind plötzlich knapp und trotz massig freier Zeit schleicht sich eine gewisse Strukturlosigkeit in den Alltag. Zudem ist es nervenaufreibend, einen neuen Job zu suchen. Die Möglichkeiten in Zeiten des Internets scheinen unendlich. Doch worauf kommt es wirklich an?


Suche Arbeit: Wie finde ich einen Job?

Die Jobsuche kann nur bei ordentlichen Bewerbungsunterlagen erfolgreich sein.

Die Jobsuche kann nur bei ordentlichen Bewerbungsunterlagen erfolgreich sein.

Meist findet die moderne Jobsuche im Internet statt. Freie Arbeitsplätze lassen sich als Online-Stellenangebote in Deutschland schnell und einfach finden. Doch das Angebot ist riesig und kaum zu überblicken.

Daher sind viele potentielle Arbeitnehmer mit der Arbeitsplatzsuche überfordert und verlieren auf dem Arbeitsmarkt schnell die Orientierung.

Wie lässt sich heutzutage strukturiert ein Job finden? Welche Strategien finden sich abseits der klassischen Bewerbung und wann ist die Suche im Ausland bei Bezug von Arbeitslosengeld möglich?

Vergessen Sie nicht Ihre Bewerbungsunterlagen. Diese sollten aktuell, frei von Rechtschreib- sowie Grammatikfehlern sein und den Gepflogenheiten entsprechen. Besuchen Sie gegebenenfalls ein Bewerbungstraining oder lassen Sie Ihre Unterlagen kontrollieren. Das ist oft auch beim Arbeitsamt möglich.

Arbeitssuche in Deutschland

Jobvermittlung der Agentur für Arbeit und der Jobcenter

Die meisten Arbeitslosen kommen schneller, als ihnen lieb ist, mit der Agentur für Arbeit und den Jobcentern in Kontakt. Sei es, um Arbeitslosengeld (ALG) 1 zu beantragen, oder weil die Arbeitslosigkeit anhält und Hartz 4 nötig wird. Vielen fällt dieser Weg nicht leicht. Gleichzeitig ist die Agentur für Arbeit jedoch auch eine Chance für alle, die eine Arbeit suchen.

Denn Arbeitsamt und Jobcenter sind Experten auf dem Gebiet der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Die Arbeitssuche in der Jobbörse der Agentur ist bei vielen Firmen etabliert und beliebt. Manche freien Jobs finden sich sogar ausschließlich hier. Vor allem für Jugendliche auf Ausbildungssuche sollte das Arbeitsamt Anlaufstelle Nummer eins sein. Auch die Nebenjob-Suche ist möglich.

Außerdem bietet die Agentur für Arbeit Weiterbildungen an, die teilweise sogar gefördert werden können. Wenn Sie sich also beruflich verändern oder Ihre Qualifikationen für die Jobsuche ausbauen wollen, sprechen Sie Ihren Sachbearbeiter auf die Möglichkeit einer Weiterbildung an! Währenddessen besteht in der Regel weiterhin ein Anspruch auf ALG 1 oder 2.

Jobsuche in Print-Medien

Freie Arbeitsplätze finden sich auch in Tages- und Wochenzeitungen.

Freie Arbeitsplätze finden sich auch in Tages- und Wochenzeitungen.

Viele Arbeitgeber schalten ihre Stellenanzeigen ausschließlich in Printmedien. Gerade für die Jobsuche, die eher regional fokussiert ist, kann es sich lohnen, die Stellenmärkte in Tageszeitungen und Wochenblättern zu durchforsten.

Wenn im Wissenschaftsbereich eine Arbeit gesucht wird, sollten Interessenten auch die überregionalen Tages- und Wochenzeitungen nicht außer Acht lassen. Dort findet sich meist eine Vielzahl an wissenschaftlichen Jobs.

Branchen-Jobbörsen

Für viele Branchen wie das Hotelgewerbe existieren branchenspezifische Jobbörsen, sowohl in Form von Online- als auch Print-Medien. Dort finden sich dann ausschließlich freie Stellen aus der jeweiligen Branche. Wer die Jobbörse der eigenen Branche nicht kennt, sollte beim jeweiligen Branchenverband nachfragen oder sich direkt bei Arbeitgebern erkundigen, in welchen Medien diese ihre freien Jobs inserieren.

Online-Jobbörsen

Beliebtestes Mittel der Jobsuche in Deutschland ist sicherlich, im Internet eine Arbeitsstelle zu suchen. Um einen ersten Überblick über den Arbeitsmarkt zu bekommen, sind Meta-Suchmaschinen geeignet, die mehrere Jobbörsen gleichzeitig durchsuchen.

Wer jedoch die Suchergebnisse filtern und sortieren möchte, um die Sache etwas strukturierter anzugehen, der wird zumeist auf die kommerziellen Jobbörsen zurückgreifen müssen. Es kann sich jedoch lohnen, hier mehrere Börsen zu konsultieren.

Berufliche soziale Netzwerke

Die Jobsuche beschränkt sich online nicht nur auf Jobbörsen - auch Netzwerke sind gefragt.

Die Jobsuche beschränkt sich online nicht nur auf Jobbörsen – auch Netzwerke sind gefragt.

Dieser Bereich des Stellenmarktes gewinnt zunehmend an Wichtigkeit für die Jobsuche. Gerade Arbeitssuchende mit etwas Berufserfahrung können in sozialen Netzwerken mit beruflicher Spezialisierung durch ein aktuelles Profil punkten.

Alles dreht sich auf den sozialen Berufsnetzwerken jedoch um Sichtbarkeit: Knüpfen Sie Kontakte, beteiligen Sie sich an fachlichen Diskussionen und treten Sie den richtigen Gruppen bei, um überhaupt durch Personaler gefunden werden zu können. Dann kommen Arbeitgeber vielleicht sogar auf Sie zu, statt eine klassische Bewerbung von Ihnen zu erwarten.

Karrieremessen und persönlicher Kontakt

Das sogenannte „Networking“ ist in der heutigen Zeit ein wichtiger Faktor während der Jobsuche. Das kann beispielsweise auf Karriere- und Jobmessen geschehen. So lernen Sie das passende Unternehmen kennen und das Unternehmen lernt Sie als Bewerber kennen.

Sprechen Sie außerdem Menschen an, die ähnliche Stellen innehaben, wie Sie sie suchen. Berichten Sie von Ihrer Arbeitssuche, welche Stellen Sie interessant finden und fragen Sie aktiv nach Tipps für dieses konkrete Tätigkeitsfeld.

Ebenso kann es hilfreich sein, frühere Professoren, Arbeitgeber oder Kollegen zu kontaktieren und mit Bekannten und Freunden zu sprechen. Je mehr Menschen von Ihrer Jobsuche wissen, desto eher erinnert sich jemand an Sie, wenn entsprechende Stellenangebote ausgeschrieben sind.

Firmen-Homepages und Initiativbewerbung

Viele Firmen, vor allem große und bekannte Unternehmen, inserieren ihre freien Stellen nur auf ihrem eigenen Internetauftritt. Es kann daher sinnvoll sein, eine Liste mit bevorzugten Firmen zu erstellen, deren Homepages der Bewerber regelmäßig auf neue Stellen absucht.

Aber auch die Initiativbewerbung stellt eine Möglichkeit dar, bei der Jobsuche erfolgreich zu sein. Bewerber sollten ihre Unterlagen jedoch nicht einfach kommentarlos an den Arbeitgeber schicken. Rufen Sie stattdessen an und erkundigen Sie sich nach dem verantwortlichen Mitarbeiter. Scheuen Sie sich nicht, diesem ganz offen zu sagen: „Ich suche einen Job.“

Schildern Sie Ihrem Gesprächspartner kurz Ihren Werdegang und Ihre Qualifikationen, warum Sie gerade in diesem Unternehmen tätig werden wollen und welche Jobs für Sie interessant sind. So bleiben Sie dem Personaler in Erinnerung, wenn er dann später Ihre Unterlagen erhält.

Jobsuche im Ausland

Stellensuche an fremden Ufern - durchaus möglich.

Stellensuche an fremden Ufern – durchaus möglich.

Die Globalisierung und die Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union machen es möglich: Für viele Menschen wäre es ein Traum, im Ausland einen Arbeitsplatz zu finden und so eine Zeit lang oder dauerhaft in einem fremden Land leben zu können.

Allerdings kann die internationale Jobsuche einige Tücken aufweisen, die Bewerber beachten sollten. Zuvorderst ist zu bedenken, dass das ausländische Bewerbungsverfahren einige Unterschiede zu den hierzulande üblichen Konventionen aufweisen kann. Informieren Sie sich daher im Vorfeld, welche Gepflogenheiten vorherrschen und wie die Unterlagen gestaltet sein sollten.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Sprachkenntnisse des Bewerbers. Manchmal ist die Beherrschung der englischen Sprache für Jobs ausreichend, oft sollten Arbeitssuchende jedoch auch die Landessprache zumindest passabel beherrschen. Bedenken Sie zudem, dass nicht nur Anschreiben und Lebenslauf in der richtigen Sprache verfasst sein müssen, sondern Urkunden und Zeugnisse unter Umständen beglaubigt übersetzt sein müssen.

Auch hier kann die Agentur für Arbeit dem Arbeitssuchenden beratend zur Seite stehen. Nicht nur bietet sie die Broschüre „Wege ins Ausland“ an, sondern sie kann unter Umständen auch konkrete Stellenangebote liefern. Gerade grenznahe Arbeitsämter sind in der internationalen Jobsuche bewandert.

Arbeitslosengeld im Ausland

Die Jobsuche muss nicht nur regional stattfinden.

Die Jobsuche muss nicht nur regional stattfinden.

Wer im Ausland auf Jobsuche ist, hat meist sogar Anspruch auf Arbeitslosengeld 1. In der Regel kann die Leistung für drei Monate mitgenommen werden. Unter Umständen ist dieser Zeitraum auch auf sechs Monate verlängerbar.

Allerdings kann die Leistungsmitnahme nur für das Gebiet der Europäischen Union beantragt werden. Einige Voraussetzungen müssen jedoch erfüllt sein:

  • Sie sind arbeitslos und haben sich in Deutschland arbeitslos gemeldet.
  • Es besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Arbeitslosengeld 1.
  • Sie erfüllen die Pflichten und Vorschriften des ausländischen ALG-Trägers.
  • Die Wartefrist von vier Wochen vor der Ausreise in den EU-Mitgliedsstaat wurde eingehalten.
  • Sie haben die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedsstaates inne.

Die Leistungsmitnahme gilt jedoch nur bei Bezug von Arbeitslosengeld 1. Der Erhalt von Arbeitslosengeld 2, das heißt Grundsicherung, ist im Ausland nicht möglich.

Bildnachweise: Fotolia.com/Picture-Factory, Fotolia.com/Zerbor, Fotolia.com/Rawf8, Fotolia.com/pebergh, Fotolia.com/Rex Wholster

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