Rente und Hartz-4-Bezug: Leistungen im Alter

Kurze Zusammenfassung zur Rente bei Hartz-4-Bezug:

  • Da in Deutschland die Pflicht zur Versicherung herrscht, besteht im Alter grundsätzlich ein Anspruch auf Rente.
  • Wer gesetzliche Rente bezieht, dem steht meist keine Fürsorgeleistung zu – dazu zählt auch das Arbeitslosengeld 2.
  • In bestimmten Fällen ist es dennoch möglich, sowohl Rente als auch Arbeitslosengeld 2 zu beziehen.

Auch und vor allem im Alter sollen Menschen ein würdiges Leben führen und für ihr jahrelanges Arbeiten entlohnt werden. Seine eigene Rente zu sichern, ist mitunter jedoch nicht so einfach – vor allem, wenn eine langjährige oder auch späte Arbeitslosigkeit dazu kommt. Das Wichtigste über die Rente und wie es sich mit einem gleichzeitigen Bezug von Arbeitslosengeld verhält, ist im Nachfolgenden zusammengefasst.


Die Rente als Teil der Sozialversicherung

Die Altersrente fällt oft geringer aus als erwartet

Die Altersrente fällt oft geringer aus als erwartet

Der Begriff Rente kann eine Vielzahl von Bedeutungen haben. Die monatlichen Zahlungen für den Ruhestand, um welche es hier auch geht, heißen korrekt eigentlich “Leibrente”.

Die deutsche Versicherungspflicht schließt auch eine gesetzliche Rentenversicherung bzw. eine gesetzliche Altersvorsorge ein. Wenn Vollzeit oder Teilzeit gearbeitet wird, dann zahlen bei einer Pflichtversicherung Arbeitgeber und Arbeitnehmer hälftig in die Rentenkasse ein. Für Arbeitnehmer heißt das: Vom monatlichen Gehalt geht automatisch anteilig etwas an die Rentenversicherung. Deshalb besteht ein gesetzlicher Rentenanspruch in Deutschland.

Die Rente ist, genauso wie das Arbeitslosengeld, ein Teil des deutschen Sozialnetzes. Dennoch unterscheiden sich die Leistungen rechtlich gesehen voneinander: Arbeitslosengeld 2 und auch Sozialgeld sind sogenannte Fürsorgeleistungen und werden aus Steuermitteln finanziert. Die staatliche Rente zählt zu den “vorrangigen Leistungen”, da sie eben aus Versicherungsbeiträgen gezahlt wird.

Renten werden versteuert – der Teil der Rente, welcher steuerpflichtig ist, wird als “Ertragsanteil der Rente” bezeichnet.

Eine Sonderform der Rente ist die Erwerbsunfähigkeitsrente, kurz EU-Rente. Wie der Name schon sagt, wird sie bei Erwerbsunfähigkeit gezahlt; also dann, wenn eine Person durch Krankheit oder generell körperliche und geistige Leistungsfähigkeiten einer Arbeit nicht oder nicht regelmäßig nachkommen kann. “EU-Rente” ist jedoch ein veralteter Begriff: Seit 2011 wird diese Rente offiziell für „Erwerbsminderung“ und nicht mehr für Erwerbsunfähigkeit erbracht, weswegen die richtige Bezeichnung nun “Erwerbsminderungsrente” (EM-Rente) lautet. Sie wird bis zum 65. Lebensjahr gewährt und wandelt sich dann in die reguläre Altersrente um.

In Diskussionen um die Rente ist zudem oft von einer Rentenlücke die Rede. Dieser Begriff bezeichnet die prozentuale Differenz zwischen dem letzten Monatseinkommen und der darauffolgenden Rente.

Rente – ab wann wird sie ausgezahlt und welche Unterschiede gibt es?

Die gesetzliche Rente soll auch im Alter ein gutes Leben gewährleisten

Die gesetzliche Rente soll auch im Alter ein gutes Leben gewährleisten

Die Regelungen zur Rente in Deutschland sind zurzeit noch im Umbruch. Seit 2012 und noch bis 2029 wird die Altersgrenze schrittweise von den vorherig geltenden 65 Jahren auf die Rente mit 67 Jahren angehoben.

Die Höhe und Form der Rente richtet sich nach unterschiedlichen Faktoren: Die Rente für Beamte beispielsweise fällt oft höher aus als die anderer Ruheständler. Früher konnte die Rente von Frauen zeitiger in Anspruch genommen werden als von Männern – diese Sonderregelung ist jedoch mit der noch andauernden Rentenreform auf die einheitlich angestrebte Rente ab 67 Jahren weggefallen.

Früher in Rente – das bedeutet meist Abschläge

Wer vorzeitig in Rente gehen möchte, der muss sich auf Kürzungen einstellen. “Abschlag” und “Abzug” können hierbei als Synonyme gelten. Wer vor den festgelegten 65 bzw. 67 Jahren Rente beantragen will, dem werden Kürzungen auferlegt – auch wenn sich viele eine volle Rente bereits ab 60 Jahren wünschen.

Früher in Rente zu gehen, ohne entsprechende Abschläge in Kauf nehmen zu müssen, ist dennoch möglich – wenn lange genug in die Rentenkasse eingezahlt wurde.

Eine abschlagsfreie Rente ist ab der Vollendung des 63. Lebensjahres dann möglich, wenn mindestens 45 Jahre lang Versicherungsbeiträge geleistet wurden. Davor war eine vorzeitige Rente, die trotzdem abschlagsfrei war, erst ab 65 Jahren möglich.

Rente und gleichzeitig Arbeitslosengeld – ist das möglich?

Gleichwohl ein grundlegend simples Prinzip, ist die Errechnung der individuellen Rente von vielen Faktoren abhängig und kann dementsprechend geringer ausfallen als erwartet. Betroffene stellen sich dann oft die Frage, ob die (frühzeitige) Rente durch ein Arbeitslosengeld 2 aufgestockt werden kann.

Die Antwort ist: unter Umständen. Der gleichzeitige Bezug von Arbeitslosengeld 2 und einer Rente ist nur bei bestimmten Rentenarten möglich.

Ob Rentenanspruch und gleichzeitiger Arbeitslosengeldanspruch besteht, hängt von der Art der Rente ab

Ob Rentenanspruch und gleichzeitiger Arbeitslosengeldanspruch besteht, hängt von der Art der Rente ab

Grundsätzlich kein Arbeitslosengeld

Wird eine Altersrente ausgezahlt, dann können grundsätzlich keine zusätzlichen Leistungen nach SGB II bezogen werden. Dies bezieht sich jedoch nur auf den Rentner selbst; lebt dieser in einer Bedarfsgemeinschaft, sind andere Mitglieder weiterhin Hartz-4-berechtigt, insofern sie die Voraussetzungen erfüllen.

Ist eine Person arbeitslos, bezieht Arbeitslosengeld 2 und erreicht das 63.Lebensjahr, dann ist sie grundsätzlich verpflichtet, eine Altersrente mit Abschlägen in Anspruch zu nehmen. Diese “Zwangsverrentung” gilt für Betroffene jedoch nicht, wenn die zu erwartende Rente so niedrig ist, dass Sozialhilfe oder Grundsicherung beansprucht werden müsste.

Wer dauerhaft nicht erwerbsfähig ist und eine EM-Rente bezieht, hat ebenfalls keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld 2.

Teilweises Arbeitslosengeld 2

Ist die Erwerbsminderung nur teilweise, dann sieht die Sache anders aus – teilweise heißt hier, dass die betroffene Person in der Lage ist, zumindest drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein. Das bedeutet, dass theoretisch sowohl eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung als auch Arbeitslosengeld 2 bezogen werden können. Eine teilweise EM-Rechte schließt Sozialleistungen also nicht aus.

Beachten Sie hierzu: Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung gilt als Einkommen und wird deshalb mit dem Regelsatz verrechnet. Gleiches gilt für alle Renten, welche aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung gewährt werden, wie die Berufsunfähigkeitsrente, die Unfallrente und die Verletztenrente. Auch die Rente von Waisen, Witwen und Witwern können als “sonstiges Einkommen” angerechnet werden.

Ausnahmen und voller Anspruch auf Arbeitslosengeld 2

Neben diesen Beispielen gibt es die privilegierte Rente, die den Anspruch auf Hartz-4 gar nicht mindert. In diese Kategorie fallen Renten für Wehr- oder Zivildienstopfer, Opfer von Gewalttaten, politische Häftlinge oder auch Impfgeschädigte. Zu diesem nicht anrechnungsfähigen Einkommen zählt grundsätzlich jede Rente nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG) und dem Bundesentschädigungsgesetz.

Auch wenn die Rente einen Pfeiler der Grundversicherung darstellt, gibt es sie nicht “von Amts wegen” – das bedeutet, Sie selbst müssen einen Rentenantrag bei der Deutschen Rentenversicherung stellen. In diesem Antrag müssen Sie unter anderem Angaben zur Rentenart und dem gewünschten Rentenzeitpunkt machen. Falls Sie Hilfe benötigen, können Sie sich auch an Ihr Jobcenter wenden – dieses muss über einen Rentenbezug grundsätzlich informiert werden.

Bildnachweise: Fotolia.com/ © Sir_Oliver, Depositphotos.com/ © Sepy, Fotolia.com/ © Harald07

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16 Kommentare

  • Marion

    Das Job Center Dortmund schafft es nicht die Rente meines Mannes auszurechnen die auf mein Hartz 4 angerechnet wir. Laut Job Center ist er der einzige Rentner Deutschlands, der keine Krankenvers. zahlt den diese wurde in keinem von zig Schreiben
    berücksichtigt. Somit wird bei mir Rente angerechnet, die er nie erhalten hat. Ebenso zahlt mir das Job Center seit Monaten keine Heizkosten, obwohl ich die Endabrechnung in 9/17
    eingereicht habe. Dies alles nur als Info für Euch alle. Zu wehren wissen wir uns. Nur es dauert alles sehr lange und es nervt und mir fehlen etliche Hunderte set Monaten

    • Peter

      Hallo Marion,
      habt Ihr euch schon mal an einen Rentenberater der Rentenversicherung gewendet ? Ich hab da sehr gute Erfahrungen gemacht. Das ist kostenlos , sie arbeiten Ehren amtlich. Du findest sie für deinen Stadtteil im Internet oder Telefonbuch. Kann ich euch nur empfelen.
      Viel Glück

  • kuhn

    darf die harz4 stelle im laufendenden rentenverfahren vor dem sozialgericht den harz 4 empfänger eine maßnahme verortnen

  • Stes

    Es ist schon verwunderlich und mehr als ein Armutszeugnis der regierenden “Volksparteien”, dass die Regierenden und die zuständigen Behörden es nach 15 Jahren HatzIV immer noch nicht schaffen, schaffen wollen, nicht können; eventuell gibt es auch Anweisungen für diese “Unfähigkeit”, Hartz IV – Bescheide nachvollziehbar zu machen und/oder einen offiziellen Hartz IV – Rechner ins Netz zu stellen, der die gleichen Ergebnisse liefert wie die Bescheide der Jobcenter.
    Vier verschiedene Hartz IV – Rechner ausprobiert, vier verschiedene Ergebnisse. Danke Herr Schröder !
    Diesen Herrn sollte man auch mal erinnern, waser vor Einführung von Hartz IV von sich gegeben hat.
    Aber er hat ja in Adenauer diesbezüglich ein Vorbild: “Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern”-oder so ähnlich.

    • Wundertüte

      Endlich mal jemand, der diese Abzocke von Staat verstanden hat! Kann mich dem Kommentar nur anschließen.

  • Irmgard

    Ich bin 80 Jahre und in Rente und lebe in meiner Eigentumswohnung. Mein Sohn ist fast sechs Jahre Hartz 4 Empfänger und lebt in seiner eigenen Eigentumswohnung. Nun möchte ich ihm .vorschlagen, seine Eigentumswohnung (40 qm) zu verkaufen und sich bei mir in meine Wohnung einkaufen. Geht das überhaupt? Müssen wir die Genehmigung vom Amt einholen ? Werden wir dann eine Bedarfsgemeinschaft oder eine Haushaltsgemeinschaft?

  • Schneider

    Mein Mann (48) ist EU- Rentner und arbeitet in der Behindertenwerkstatt. Warum darf das Jobcenter überhaupt seine Rente und das Werkstattentgeld mit anrechnen, zumal nach der UN-Behindertenkonvention das Recht auf Teilhabe am Arbeitsleben besteht. Die Anrechnung sollte endlich abgeschafft werden, denn ich persönlich kenne so einige Firmen, die bei der Werkstatt Aufträge haben und somit nicht selber Behinderte einstellen müssen. Sprich viele Firmen würden ohne die Zuarbeit der Werkstatt gar nicht auskommen und viele EU-Rentner haben tagsüber noch eine Aufgabe statt nur daheim zu sitzen.

  • Schwandt

    ich war auch ab und zu jobcenter,bin es jetzt leider wieder,bin alleinerziehend mit Bandscheiben probleme,aber es hält sich in Grenzen zumindest bei dem 450 Job wo ich mach,geht es ganz gut
    Und ich halt mich mit wandern fit,das tut meinem Kreuz gut.Nein ich lass mich nicht operieren wie gesagt ich allein hier lebe,
    Mir wurde vom Amt auch schon vorgeschlagen ich in Rente könnte,würde ich gern und ich will weg von dem scheiß Amt,aber wenn Rente nicht reicht muss ich ja zu dem blöden Amt.
    Möcht ja weiter den 450Job ausführen.
    gibt keine andere möglichkeit oder?
    Das Amt macht mich psychisch fertig.

    • hartz4.de

      Hallo Schwandt,

      wir möchten Ihnen raten, eine Sozialberatungsstelle aufzusuchen. Dort kann Ihre persönliche Situation besser eingeschätzt und etwaige Alternativen gesucht werden.

      Ihr Team von hartz4.de

  • I.K.

    Hallo ich habe im März den Antrag auf EM Rente gestellt (Teilweise) bin beim JC und habe Angst das ich dann weniger bekomme als nur mit H4.

    Bin alleinstehend und muss ja meine Wohg. und sonstiges zahlen… jetzt ist es schon eng…und dann?
    Habe Angst das ich mich schlechter stelle mit einer EM R als nur mit meinem H4 Geld?

    Was erhält man denn noch oder was kann man noch erhalten zur EM R ?

    • hartz4.de

      Hallo I.K.,

      was in Ihrem Fall sinnvoller ist, können wir pauschal nicht beurteilen. Wir möchten Ihnen aber empfehlen, eine Sozialberatungsstelle aufzusuchen. Dort erhalten Sie vergleichende Informationen zu verschiedenen Leistungen.

      Ihr Team von hartz4.de

      • I.K

        ich werde nochmal einen Termin mit der Rentenberatung machen?
        danke

        • Tatjana

          Hallo. Bekommst du Rente auf Zeit ,stockt Harz 4 auf. Bei Volleerwerbsminderung muss du zum Grundsicherung. Bei Rente und Harz 4 ist wenig besser. Du kannst ruhig 100 Euro verdienen und behalten. Bei Grundsicherung gibt es leider aus 100 nur 30 Euro selbstbehalt. Tatjana

  • Frank

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich bin 53 Jahre alt und (durch Umschulung) gelernter Bauschlosser. Seit Anfang 2014 bin ich chronisch an rheumatoider Arthritis erkrankt und war seitdem durchgehend arbeitsunfähig krank geschrieben und habe die jeweiligen, in der Regel 4 Wochen gültigen Arbeitsunfähigkeitsbescheini-gungen stets pünktlich an das Jobcenter Dortmund geschickt. Eine Reaktion hierauf kam nie. Im Februar 2017 ordnete das Jobcenter Dortmund dann jedoch plötzlich eine amtsärztliche Untersuchung an. Deren Ergebnis war, dass meine vollschichtige Arbeitsfähigkeit, für leichte bis mittelschwere Arbeiten amtlich festgestellt wurde, Meine AUs und die Vorgaben meiner Ärzte wurden ignoriert. Derartige Arbeiten sind mir schon zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht mehr möglich gewesen. Meine behandelnden Ärzte und meine Krankenkasse, die AOK, fragen sich seit langem, warum das Jobcenter mich eigentlich nicht in Rente schicken will, gleichwohl sie mir doch seit Jahren noch nicht mal mehr eine Eingliederungsvereinbarung schicken, geschweige denn Stellenangebote. Das Gutachten, welches das Jobcenter in Auftrag gab, führt unter der Rubrik “Krankheitsbild” sämtliche Diagnosen meiner Fachärzte unverschlüsselt auf, d.h., alle möglichen Mitarbeiter des Jobcenters können Einsichtnehmen in meine ganz konkreten Erkrankungen. Ich habe gestern die zuständige Ärztekammer über diesen Umstand informiert, da ich der Ansicht bin, das diese Indiskretion eine Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht darstellt. Dem Jobcenter in Person meiner zuständigen Arbeitsvermittlerinnen, habe ich dieses Problem mehrfach mündlich wie schriftlich ausführlich geschildert, eine Reaktion erfolgte nicht, mithin liegt hier möglicherweise auch eine Strafvereitelung im Amt vor. Im letzten Sommer musste ich mich dreimal am Herzen operieren lassen. Im darauf folgenden August, lud mich das Jobcenter zur nächsten amtsärztlichen Untersuchung ein. Auch dieser Arzt kam zum gleichen Ergebnis wie seine Kollegin. Bei dieser Untersuchung war ich leider nicht anwesend, da ich gleichzeitig eine mehrstündige kardiologische Nachuntersuchung hatte. Das Jobcenter ignoriert jedoch auch diese Fakten. Nachdem ich mich bis Januar diesen Jahres einigermaßen erholt hatte, bat ich telefonisch um einen Termin bei meiner Sachbearbeiterin, welcher mir Mitte März gewährt wurde. Ich sagte der Sachbearbeiterin, das ich trotz meines angeschlagenen Gesundheitszustands gerne wieder mein eigenes Geld verdienen möchte, da ich ja auch einen kaufmännischen Beruf erlernt habe, fremdsprachliche Fähigkeiten habe und darüber hinaus auch dringend mal wieder etwas Geld verdienen müsste. Ich bat also die Sachbearbeiterin um Unterstützung bei meinem Vorhaben. Als Antwort bekam ich 5 Stellenangebote bei Zeitarbeitsfirmen für gelernte Elektriker (!), teilweise hunderte Kilometer weit weg. KFZ-Hilfe wurde mir Ablehnungsbescheid verweigert, obwohl ich kaum noch mehr als ein paar hundert Meter einigermaßen schmerzfrei laufen kann. Statt dessen wurde mir u.a. schriftlich mit dem Entzug meiner Krankenversicherung gedroht, obwohl es ja seit Jahren noch nicht mal mehr eine Eingliederungsvereinbarung gibt. In meiner Not habe ich mich an das Kundenreaktionsmanagement und den Geschäftsführer des Jobcenters gewandt. Das Ergebnis ist, dass ich jetzt gezwungen bin, Klage einzureichen, um zumindest meine angeschlagene Gesundheit nicht noch mehr zu ruinieren. Ich betrachte diese Vorgehensweise des Dortmunder Jobcenters mittlerweile nur noch als Psychoterror und Nötigung, finde jedoch in Dortmund trotz mehrfachen Versuchs, leider keinen Anwalt, der mich vertreten will. Ich wäre Ihnen für einen guten Ratschlag sehr verbunden.

  • Ludwig

    Da kann man nichts mehr sagen, unfassbar ist diese. Situation für diesen kranken Menschen!!! Was ist in diesem Land nur los?! Gibt es noch etwas anderes außer Gleichgültigkeit und Ignoranz ??? Einfach unmöglich .
    Ich kann leider nicht helfen..

  • Wundertüte

    Das gleiche habe ich in Oberhausen NRW erlebt. Ich habe COPD 3. Grades, und eine Spinalkanalverengung! Kann keine 200 Meter mehr laufen, ohne das ich Atemnot bekomme und vor Rückenschmerzen bald verrückt werde. Selbst beim Abwasch muss ich Pau sen machen. Man teilte mir mit, das ich mich bei der Amtsärztin in Jc zu melden hätte zwecks Untersuchung. Ich hätte alle ärztlichen Befunde / Atteste mitzubringen. Dies hat ich auch ( wobei ich alles selber zahlen musste). Auch meine Medikamente hätte ich mitzubringen. Ich brachte also alles zu diesem Termin mit! Diese Ärztin war von vornherein schon so eingestellt das sie mich vollschichtig arbeitsfähig schreiben wollte. Sie hat weder die Befunde, Atteste oder Medikamente angeschaut, geschweige denn gelesen. Die hab mir zur Antwort das es zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde!!! Auf meine Frage, warum ich denn das alles hätte mitbringen müssen, bekam ich keine Antwort!. Die Untersuchung am Rücken sah so aus, das sie mir mit voller Wucht ihre Handkante in die Seite gehauen hat, das ich ihr fast ins Gesicht geschlagen hätte. Seit diesem Termin bin ich ständig irgendwelchen Repressalien Seitens des Jc ausgesetzt. Ich überlege schon diese ganze Sache an einen Fachanwalt zu geben. Bekomme andauernd neue Berechnungen von der Leistungsangebot weil hier angeblich wieder was fehlt, dann dort wieder was nicht richtig ist usw…ich werde nächsten Monat 58 Jahre. Es ist eh schon schwer für mich einen Job zu finden. Hab auch die Nerven nicht mehr, um ständig zu kämpfen. Aber man kann sich doch nicht alles gefallen lassen.

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